Wieder Warnstreiks in NRW: Bahnen stehen, Flüge fraglich

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NRW - Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst sorgt für einen weiteren Tag mit Warnstreiks in NRW. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen - nun auch an den Flughäfen. Etliche Protestler folgten dem Aufruf.

In Nordrhein-Westfalen hat der zweite Tag der Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen. Etwa in Köln fuhren ab dem frühen Morgen keine Stadtbahnen mehr, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi sagte.

Insgesamt hat die Gewerkschaft in mehr als 50 NRW-Städten zu Warnstreiks in allen Zweigen des öffentlichen Dienstes aufgerufen - von der Müllabfuhr über Kitas bis zu kommunalen Krankenhäusern und dem Nahverkehr. Betroffen waren am Mittwoch nun auch die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund. Passagiere mussten sich auf Verzögerungen und Ausfälle einstellen. In Köln und Dortmund sind Kundgebungen geplant.

Verdi will mit den Warnstreiks den Forderungen im aktuellen Tarifkonflikt Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben drei Prozent mehr Lohn und Gehalt für zwei Jahre geboten, was die Gewerkschaften ablehnten. Bereits am Dienstag hatte es vielerorts zu Arbeitsniederlegungen gegeben.

Verdi-Streik in NRW

Am Flughafen Köln/Bonn legte die Feuerwehr die Arbeit bis 7.30 Uhr nieder, wie eine Sprecherin des Airports mitteilte. Starts und Landungen waren nicht mehr möglich, die Terminals aber geöffnet. Betroffen waren 30 Passagierflüge. Auch im Laufe des Tages werden große Teile der Flughafenbelegschaft in Köln/Bonn ihre Arbeit niederlegen. Dies betreffe insbesondere die Flugzeugabfertigung und den Gepäckdienst, sagte der Sprecher. Bislang wurden 103 von 276 geplanten Flügen gestrichen.

Dagegen startete der Flughafen in Düsseldorf weitgehend planmäßig in den Tag. Bislang wurden 48 der insgesamt 590 Flüge annulliert. Inwieweit noch weitere Verbindungen betroffen sind, könne man bislang noch nicht absehen, hieß es am Flughafen. Offiziell geht der Streik dort bis 14 Uhr weiter. - dpa

Quelle: wa.de

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