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"Opfer haben immer lebenslänglich"
Olpe, 13.02.2008 Uhr
Olpe. (harpo) Eine "schöne" Ausstellung ist "Opfer" wirklich nicht, darin waren sich Redner und Vernissagebesucher einig. Aber eine wichtige: Bis zum 22. Februar sind im Kreishaus Fotos, Bilder und Plakate gegen häusliche Gewalt und sexuelle Misshandlung von Frauen und Kindern zu sehen.
Die Ausstellung wurde 2004 im Auftrag der Opferhilfe-Organisation "Weißer Ring" durch Studenten der Bauhaus-Universität Weimar konzipiert. Seither ist sie in verschiedenen Städten Deutschlands zu sehen gewesen. "Die Ausstellung will die Aufmerksamkeit auf häusliche Gewalt lenken, die vielleicht weitestverbreitete Form der Gewalt in unserer Gesellschaft", sagte Landrat Frank Beckehoff während der Eröffnung der Olper Ausstellung, deren Schirmherr er ist. Die mehr als 100 Exponate sind nach Beckehoff "künstlerisch eindrucksvoll, teils provokant und wollen den Opfern ein Gesicht geben". Beckehoff: "Die Exponate fordern Mut zum Hinsehen." Den Opfern werde zu selten Aufmerksamkeit zuteil, um so wichtiger die Arbeit des "Weißen Rings" und der Ausstellung, denn: "Missbrauchsopfer haben immer lebenslänglich."
Die Ausstellung ist bis 22. Februar — außer Montag, 18. — von 9 bis 17 Uhr, am 16. und 17. Februar von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Am Donnerstag, 14. Februar, findet um 19.30 Uhr im Kreishaus eine Diskussion zum Thema "Missbraucht und misshandelt! Und dann: Opferhilfenetz im Bereich Olpe-Siegen" statt.
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