Russland schließt Sanktionen gegen Iran nicht aus

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Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad strebt nach der Atombombe. Dies will auch Russland mit allen Mitteln verhindern.

Moskau - Auch Russland erhöht im Atomstreit mit dem Iran den Druck: Russland hat der Führung in Teheran mangelnde Kooperationsbereitschaft vorgeworfen und Sanktionen nicht ausgeschlossen.

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“Die widersprüchlichen Signale aus Teheran auf die Forderungen der internationalen Atomenergiebehörde sind beunruhigend“, sagte der Vize-Vorsitzende des Sicherheitsrats in Moskau, Wladimir Nasarow, am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax. Der Iran dürfe nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen. “Dies hätte in der Region einen Dominoeffekt zur Folge.“ Russland schließe Sanktionen gegen Teheran nicht aus, allerdings müssten diese Maßnahmen die Führung und “nicht das Volk bestrafen“, sagte Nasarow.

Moskau warne vor einer militärischen Lösung, die “negative Folgen für die ganze Welt“ hätte, betonte er. “Die diplomatischen Mittel sind nicht erschöpft.“ Der Atomstreit mit dem Iran soll an diesem Montag auch eine Rolle beim Besuch des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu in Moskau spielen. Er wolle Russland bei seinem Treffen mit Kremlchef Dmitri Medwedew zu harten Sanktionen gegen den Iran drängen, hatte Netanjahu am Sonntag in Jerusalem angekündigt.

Das iranische Waffenarsenal

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dpa

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