Experten: Westerwelle eher für Wirtschaft und Finanzen geeignet

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Plakat mit dem FDP-Chef Guido Westerwelle. Mit dem Plakat bedanken die Freien Demokraten sich bei ihren Wählern.

Berlin - FDP-Chef Guido Westerwelle sollte nach Meinung von Politikexperten und Verbänden statt Außenminister besser Superminister für Finanzen und Wirtschaft werden.

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, sagte der “Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe), als ein solcher Superminister “könnte Guido Westerwelle viel besser seinen steuer- und finanzpolitischen Sachverstand einbringen“. Der Mainzer Politikwissenschaftler Jürgen Falter erinnerte daran, dass Steuersenkungen “die Kernforderung der FDP im Wahlkampf“ gewesen seien. “Die hat Westerwelle in jeder Rede versprochen. Jetzt muss er mit seiner ganzen Autorität dafür kämpfen - am besten als Superminister“, sagte Falter dem Blatt.

Der Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung, Hans Barbier, meinte: “Außenminister ist ein schönes Amt, aber vergessen wir nicht: Die große Linie der Außenpolitik bestimmt doch die Kanzlerin. Im Ringen um Steuersenkungen und Haushaltskonsolidierung könnte Westerwelle dem Land als Superminister mehr nützen.“

Der Bonner Politologe Gerd Langguth äußerte sich ähnlich: “Der Mehrwert von Guido Westerwelle ist ganz klar die Innenpolitik, nicht die Außenpolitik. Als Superminister, dazu mit seinem Rednertalent, braucht die Kanzlerin Guido Westerwelle viel dringender.“

AP

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