Hessen-SPD rebelliert gegen Bündnis mit der Linken

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Die hessischen SPD-Landtagsabgeordneten (lvon links) Jürgen Walter, Carmen Everts und Dagmar Metzger verhinderten bereits eine SPD-Koalition mit der Linkspartei. 

Frankfurt/Main - In der hessischen SPD regt sich Widerstand gegen eine mögliche Öffnung gegenüber der Linkspartei. Zu den Gegnern gehören wohl auch die bekannten Ypsilanti-Rebellen.

Wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichtete, hat sich eine rund 40-köpfige Gruppierung mit dem Namen “Seeheimer in der SPD Hessen“ formiert, die eine Zusammenarbeit mit der Linken ablehnt. Zu der Gruppierung zählten auch die ehemaligen Landtagsabgeordneten Carmen Everts, Dagmar Metzger und Jürgen Walter, die vor knapp einem Jahr in Hessen einen Machtwechsel durch ein rot-rot-grünes Bündnis verhindert hatten.

Sie waren die Chefs der SPD

Sie waren die Chefs der SPD

Die “FAZ“ zitierte aus einem Positionspapier der Gruppe, worin eine stärkere Öffnung der SPD hin zur Mitte gefordert wird. Die SPD solle auf “ergebnisoffenen Foren“ wieder mit Bürgern, Fachleuten und der Parteibasis diskutieren, statt sich in Gremien und auf Parteitagen abzuschotten.

Der Sprecher der hessischen Seeheimer, Volker Weber, habe dem designierten Parteichef Sigmar Gabriel die Unterstützung der Gruppierung zugesagt. Dagegen wandte sich Weber dagegen, der ehemaligen hessischen SPD-Chefin Andrea Ypsilanti erneut Führungsaufgaben innerhalb der Bundes-SPD zu übertragen: “Es darf keine Renaissance für den Ypsilanti-Kurs geben.“ Die ehemalige Landeschefin ist derzeit noch Mitglied im SPD-Präsidium.

AP

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