Hühnchen zu rupfen? Zeitung greift Guttenberg hart an

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Zürich - Äußerst hart greift die Schweizer "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an. Hat das Blatt ihm nicht verziehen, dass er in seiner Doktorabeit aus der NZZ abgeschrieben hat? 

Offenbar hat Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg es sich im Zuge der Plagiatsaffäre mit der renommierten Schweizer "Neuen Zürcher Zeitung" verscherzt. Hintergrund: Guttenberg soll in seiner Dissertation "Verfassung und Verfassungsvertrag" ganze 97 Zeilen aus einem NZZ-Artikel von 2003 bis auf ein Wort unverändert abgeschrieben haben. Chefredakteur Felix Müller und Autorin Klara Obermüller forderten deswegen im Februar dieses Jahres eine Entschuldigung von ihm.

"Ich habe den Blödsinn wirklich selber verfasst, und ich stehe auch dazu"

“Ich habe den Blödsinn wirklich selber verfasst, und ich stehe auch dazu“

Nun liegt die Plagiatsaffäre neun Monate zurück. Guttenberg hat sein Vorgehen beim Erstellen seiner Doktorarbeit aktuell als "„plump und dumm“ bezeichnet und sein Fehlverhalten eingestanden. Eine persönliche Entschuldigung an die NZZ steht offenbar noch aus. Hat das Blatt deswegen noch ein Hühnchen mit dem CSU-Politiker zu rupfen? In einem ungewöhnlich scharfen Kommentar griff das Blatt Guttenberg wegen dessen möglicher Comeback-Absichten am Donnerstag hart an:

"Ob die bundesrepublikanische Öffentlichkeit auf den bayrischen Chef-Kopierer noch einmal hereinfällt? Ausgeschlossen ist es nicht. Der absurde Adels- und Akademiker-Fimmel blüht in Deutschland wie eh und je, das Verehrungsbedürfnis der Massen hat noch kein taugliches neues Objekt gefunden, und Teile der Medien finden nach wie vor Gefallen am Lügenbaron, nicht nur aus politischen Gründen, sondern weil er als praktisch einziger Paradiesvogel im grauen deutschen Politikbetrieb eine angenehm auflagensteigernde Wirkung hat. Die Christlichsozialen, zu denen der Gestrauchelte gehört, geben sich bedeckt. Einerseits sagen sie Freundliches über Guttenberg, anderseits fürchten die führenden Politiker sein Charisma, Parteichef Seehofer allen voran."

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fro

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