Letzte Etappe von Merkels Afrika-Reise

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Angela Merkel ist in Nigeria eingetroffen.

Abuja - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am späten Mittwochabend in Nigeria eingetroffen. Bei der letzten Station ihrer Afrika-Reise wird sie von der dortigen Regierung mit militärischen Ehren empfangen.

In der Hauptstadt Abuja wird Nigerias Staatspräsident Goodluck Jonathan Merkel an diesem Donnerstagvormittag mit militärischen Ehren empfangen. Anschließend eröffnet sie ein deutsch-nigerianisches Wirtschaftsforum.

Obwohl Nigeria über reiche Ölvorkommen verfügt und der wichtigste Erdölproduzent Afrikas ist, lebt jeder zweite Nigerianer unterhalb der Armutsgrenze. Bevölkerung und Natur leiden unter den von der Petroleumwirtschaft verursachten massiven Umweltschäden. Die Lebenserwartung der Menschen beträgt 48 Jahre.

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Wie auf ihren ersten beiden Stationen in Kenia und Angola will Merkel Missstände wie Korruption mangelnde Rechtssicherheit für Investoren und Meinungsfreiheit ansprechen. Der Schwerpunkt ist aber der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen.

Erster Programmpunkt ist aber ein Treffen mit Vertretern der Religionsgemeinschaften. Je zur Hälfte besteht die Bevölkerung Nigerias aus Muslimen und Christen. Das mit fast 160 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Afrikas bezeichnet sich selbst auch als das größte gemischt christlich-muslimische Land der Welt.

Politik und Kultur sind geprägt von Spannungen zwischen dem überwiegend muslimisch geprägten Norden und dem christlichen Süden. Nigeria ist außerdem ein Vielvölkerstaat mit 400 ethnischen Gruppen.

dpa

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