Pilotprojekt: Israel verteilt Gasmasken

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Gasmasken sollen die israelische Bevölkerung im Falle eines Angriffs mit Gas schützen.

Tel Aviv - Israel hat am Sonntag mit der Verteilung neuer Gasmasken an die Bevölkerung begonnen. Ein Armeesprecher sagte, die Versorgung beginne als Pilotprojekt in der Kleinstadt Or Jehuda bei Tel Aviv.

Die israelische Post sei mit der langfristigen Aufgabe betreut worden. Ziel sei, Gasmasken an alle gut sieben Millionen israelischen Bürger zu verteilen. Dafür ist ein Zeitrahmen von etwa drei Jahren vorgesehen.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal

Israel hatte erstmals vor dem Golfkrieg von 1991 Gasmasken zum Schutz vor biologischen und chemischen Waffen an seine Bevölkerung verteilt. Damals war befürchtet worden, der Irak könnte seine Raketen mit nicht konventionellen Sprengköpfen bestücken. Während des Kriegs schlugen dann zwar zahlreiche irakische Raketen in Israel ein, jedoch ohne biologische oder chemische Sprengköpfe. In den folgenden Jahren wurden die Gasmasken periodisch aufgefrischt, schließlich jedoch wieder eingesammelt.

Israel hat im Fall neuer kriegerischer Auseinandersetzungen Raketenangriffe aus dem Libanon, Syrien, dem Iran oder dem Gazastreifen zu befürchten.

dpa

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