Joachim Gauck ist neuer Bundespräsident

Berlin - Joachim Gauck ist neuer Bundespräsident. Er wurde mit überwältigender Mehrheit von der Bundesversammlung zum neuen Staatsoberhaupt gewählt. Bilder und Reaktionen.

Zollitsch will Gauck zum Katholikentag einladen

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, will Bundespräsident Joachim Gauck zum Deutschen Katholikentag in Mannheim einladen. Er biete dem neuen Staatsoberhaupt “die tatkräftige Unterstützung“ der Bischofskonferenz an, sagte Zollitsch am Sonntag nach Gaucks Wahl. Zollitisch hob Gaucks “christliche Prägung“, sein “Wirken in der evangelischen Kirche“ sowie sein “Kampf für die Überwindung der Unfreiheit“ und “tatkräftige Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit“ hervor.

Gauck war evangelisch-lutherischer Pastor und Kirchenfunktionär sowie Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

Merkel froh über breite Mehrheit für Gauck

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich zufrieden und froh über die breite Mehrheit für den neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck in der Bundesversammlung gezeigt. Merkel sagte am Sonntag in einem Interview von ARD und ZDF, es könne durchaus vorkommen, dass Gauck etwas kritisch sehe, genauso wie es sein könne, dass sie etwas kritisch sehe. Dies sei normal.

“Es geht hier nicht um Erziehungsmaßnahmen“, sagte Merkel, sondern um Meinungsäußerungen, aus denen eine Demokratie meistens gestärkt hervorgehe. Merkel hatte sich zunächst gegen Gauck als Präsidentschaftskandidat ausgesprochen.

An diesem Montag wird Gauck als neuer Präsident seine Amtsgeschäfte aufnehmen, am Freitag wird er vereidigt. Merkel sagte: “Und dann wird er sein Amt gut für unser Land wahrnehmen.“

Zu Vorschlägen für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Gaucks Gegenkandidatin Beate Klarsfeld wollte sich die Kanzlerin nicht äußern. Das sei Angelegenheit des Bundespräsidenten.

Bach gratuliert Bundespräsident Gauck zur Wahl

DOSB-Präsident Thomas Bach hat dem neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck zu seiner Wahl beglückwünscht. „Im Namen des deutschen Sports gratuliere ich unserem neuen Bundespräsidenten aufs Herzlichste. Ich wünsche mir, dass Joachim Gauck in seinem Amt dazu beiträgt, die Kluft zwischen Zivilgesellschaft und Politik zu überbrücken. Damit würde das Bewusstsein gestärkt, dass es zur Erhaltung unserer lebenswerten Gesellschaftsform des bürgerschaftlichen Engagements bedarf“, sagte Bach, der sich derzeit auf einer Auslandsreise befindet.

Thomas Bach erklärte weiter: „Das von Herrn Gauck gewählte Thema der Freiheit in Verantwortung für die Allgemeinheit bietet Antworten auf viele Herausforderungen unserer Zeit. Er kann damit in Zeiten fortschreitender Globalisierung Orientierung geben für Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft.“

Joachim Gauck, der in der Vergangenheit dem Unabhängigen Beratungsgremium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Stasi-Fragen vorsaß, wurde am Sonntag von der 15. Bundesversammlung zum elften deutschen Bundespräsidenten gewählt. Er war der gemeinsame Kandidat von CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

In der Bundesversammlung saßen auch aktive und ehemalige Sportlerinnen und Sportler, u.a. Verena Bentele (Behindertensport, Biathlon, Skilanglauf) für die SPD Baden-Württemberg, Kirsten Bruhn (Behindertensport, Schwimmen) für die SPD Schleswig-Holstein, Mihat Demirel (Basketball) für Bündnis 90/Die Grünen Berlin, Claudia Kohde-Kilsch (Tennis) für die Linkspartei im Saarland, Vanessa Low (Behindertensport, Leichtathletik) für die SPD Nordrhein-Westfalen (NRW), Janne Friederike Meyer (Reiten) für die CDU Schleswig-Holstein, Fußball-Trainer Otto Rehhagel für die CDU Berlin, Christian Reif (Leichtathletik) für die CDU Rheinland-Pfalz und Linda Stahl (Leichtathletik) für die SPD in NRW.

Kretschmann: Wahl Gaucks eine gute Entscheidung

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Wahl Joachim Gaucks zum neuen Bundespräsidenten als eine gute Entscheidung für die Menschen in Deutschland bezeichnet. “Nicht umsonst wurde er mit überwältigender Mehrheit und parteiübergreifend in sein neues Amt gewählt“, sagte Kretschmann am Sonntag. Er sei davon überzeugt, dass Gauck dazu beitragen werde, dass die Bürgergesellschaft weiter Aufwind erhalte.

Gauck sei ein Bundespräsident, der den Bürgerinnen und Bürgern mit seiner großen Lebenserfahrung, seinem scharfen Verstand und couragiertem Auftreten sowie mit seinem Leitthema der Freiheit in Verantwortung eine Orientierung geben werde.

EKD-Ratsvorsitzender wünscht Gauck "Gottes Segen"

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, erwartet vom neu gewählten Bundespräsident Joachim Gauck wichtige Impulse für “das öffentliche Gespräch“. In seiner Gratulation zur Wahl in der Bundesversammlung am Sonntag schrieb Schneider, Gauck übernehme das neue Amt “in einer nicht einfachen Zeit“. Die Auseinandersetzungen um das Amt des Bundespräsidenten hätten Spuren hinterlassen, die Sehnsucht nach einer Persönlichkeit, die das Amt wieder in “ruhige Fahrwasser“ geleite, sei groß. “Groß sind auch die Herausforderungen, vor denen unser Land und die Staatengemeinschaft Europas stehen“, so der EKD-Chef. Schneider fügte hinzu: “Gottes Segen möge Sie leiten und begleiten, heute und an allen Tagen Ihres Lebens.“

Gauck will Aufgabe mit aller Kraft erfüllen

Der neue Bundespräsident Joachim Gauck hat versichert, sein neues Amt mit allen Kräften und mit ganzem Herzen ausfüllen zu wollen. “Ich werde mit all meinen Kräften und meinem Herzen “Ja“ sagen zu der Verantwortung, die Sie mir heute gegeben haben.“

Zugleich räumte Gauck nach seiner Wahl durch die Bundesversammlung ein, “ganz sicher nicht alle Erwartungen erfüllen zu können“, die in den kommenden fünf Jahren an ihn gerichtet würden. Er wolle sich jedoch nun auf neue Themen, Probleme und Personen einstellen.

Gauck erinnerte an seine erste freie Wahl zur DDR-Volkskammer am 18. März vor 22 Jahren. “Was für ein schöner Sonntag“, sagte er auch im Rückblick auf dieses Datum. “In jenem Moment war da in mir neben der Freude ein sicheres Wissen: Ich werde niemals eine Wahl versäumen.“

Auch als Präsident könne er sich die Welt und das Land nicht denken ohne Freiheit und Verantwortung. Er nehme diesen Auftrag mit Dankbarkeit an.

Der frühere DDR-Bürgerrechtler wurde mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Christian Wulff gewählt. Der 72-Jährige erhielt 991 von 1228 gültigen Stimmen, das entspricht einer Zustimmung von gut 80 Prozent. Für Gaucks Gegenkandidatin Beate Klarsfeld votierten 126 Delegierte.

Damit erhielt die als Nazi-Jägerin bekanntgewordene 73-Jährige mindestens drei Stimmen von Vertretern anderer Parteien - die sie unterstützende Linkspartei stellte nur 123 Delegierte. Der Kandidat der rechtsextremen NPD, Olaf Rose, bekam drei Stimmen. 108 Delegierte der Bundesversammlung enthielten sich.

Gauck: "Was für ein schöner Sonntag!"

“Was für ein schöner Sonntag!“, sagte der neue Bundespräsident Joachim Gauck unmittelbar nach seiner Wahl in der Bundesversammlung am Sonntag in Berlin. 

Gauck ist gewählt!

Joachim Gauck ist neuer Bundespräsident. Mit überwältigender Mehrheit ist der frühere Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde am Sonntag im ersten Wahlgang von den Delegierten der Bundesversammlung in das höchste Staatsamt der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden.

Gauck ist damit der elfte Bundespräsident. Er war der gemeinsame Kandidat von Union, FDP, SPD und Grünen und tritt nun die Nachfolge des vor wenigen Wochen zurückgetretenen Christian Wulff an. Gegen Gauck hatte als Favoritin der Linken die Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld kandidiert. Zudem war der Historiker Olaf Rose von der NPD ins Rennen geschickt worden.

Komiker Ingo Appelt zu Gauck-Wahl

Komiker Ingo Appelt, der von der SPD als Wahlmann in die Bundesversammlung entsandt wurde, meint zu erwarteten Wahl von Joachim Gauck: “Besser kann's ja nicht laufen. Wir haben den Wulff mit viel Arbeit und viel Verve rausgewitzelt, also rausgemobbt, und jetzt haben wir endlich den Mann, den wir haben wollten. (...) Endlich mal ein Bundespräsident, den Frau Merkel nicht wollte.“

Piraten Dathe und Delius enthalten sich

Die beiden Wahlleute der Piratenpartei in der Bundesversammlung, Katja Dathe und Martin Delius, haben sich nach eigenen Angaben bei der Wahl des Bundespräsidenten enthalten. “Wir sagen Nein zu Joachim Gauck“, sagten sie am Sonntag in Berlin zu heute.de. Beide hatten vor der Wahl offen gelassen, ob sie für Joachim Gauck oder Beate Klarsfeld stimmen wollen.

Stimmen werden ausgezählt

Bei der Bundespräsidentenwahl hat die Auszählung der Stimmen begonnen. Es gilt als sicher, dass der frühere DDR- Bürgerrechtler Joachim Gauck von der Bundesversammlung in Berlin zum 11. Staatsoberhaupt bestimmt wird. Der 72-jährige parteilose Theologe wird von einer beispiellosen Fünf-Parteien-Koalition aus CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen unterstützt. Die Linke hat die 73 Jahre alte Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld als Kandidatin aufgestellt. Notwendig ist die Wahl an diesem Sonntag, weil Christian Wulff im Februar nach nur 20 Monaten als Präsident zurückgetreten war. Die Bundesversammlung besteht aus den Bundestagsabgeordneten und einer gleichen Zahl Länder-Delegierter.

Erster Wahlgang beendet

Berliner Reichstag begann am Mittag der erste Wahlgang - knapp 1240 Delegierte waren aufgerufen, den elften Bundespräsidenten zu bestimmen. Das Ergebnis wird gegen 14.15 Uhr erwartet. Die Wahl des früheren DDR-Bürgerrechtlers Joachim Gauck zum Nachfolger des vor vier Wochen zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff gilt als sicher.

Bundestagspräsident Norbert Lammert schlug zum Auftakt der Bundesversammlung vor, der Präsidenten künftig am 18. März zu wählen oder zu vereidigen - dem Datum der Bürgerrevolution 1848 und der ersten freien DDR-Volkskammerwahl 1990. Bisher wird üblicherweise am 23. Mai gewählt, dem Verfassungstag. Lammert verband diesen Vorschlag mit Kritik an den vorzeitigen Rücktritten zweier Bundespräsidenten.

Nach dem Grundgesetz werde der Bundespräsident für fünf Jahre gewählt - dies solle auch so bleiben, mahnte er. Es gelte, “die politische Realität wieder näher an die Verfassungsnorm zu bringen“. Zugleich rief Lammert dazu auf, das Vertrauen in die höchsten Staatsämter wieder zu stärken. “Demokratie braucht Vertrauen. Sie basiert vor allem auch auf dem Vertrauen in ihre Repräsentanten“, sagte Lammert. Dies gelte besonders auch für den Bundespräsidenten, “mit keinem Amt verbinden sich mehr Erwartungen auf Vertrauen und Autorität“. Ständiges Misstrauen mache “die Wahrnehmung öffentlicher Ämter unmöglich“.

Lammert spricht über Wulff-Rücktritt

Zum Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff nach nur 20 Monaten im Amt sagte Lammert, die Geschichte dieser kurzen Präsidentschaft werde zu einem späteren Zeitpunkt geschrieben werden. Bei der Bewertung dieses Schrittes gehe es auch um das Verhältnis von Amt und Person, die Erwartungen an Amtsträger, aber auch die Rolle der öffentlichen und veröffentlichten Meinung.

“Es gibt durchaus Anlass für selbstkritische Betrachtungen, nicht nur an eine Adresse“, sagte Lammert. Er fügte hinzu: “Manches war weder notwendig noch angemessen, sondern würdelos. Von der zunehmenden Enthemmung im Internet im Schutze einer tapfer verteidigten Anonymität gar nicht zu reden.“ Mit dieser Äußerung löste Lammert im Internet einen Sturm der Empörung aus. Martin Delius, der als Wahlmann für die Piraten an der Bundesversammlung teilnimmt, schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: “Das ist schon lustiger als gedacht.“

Tröstende Worte für Wahlmann Otto Rehhagel

Bei einem Zählappell in der Unionsfraktion sagte Fraktionschef Volker Kauder am Sonntag vor der Bundespräsidentenwahl zur 0:6-Schlappe von Hertha BSC gegen Bayern München am Vorabend, noch sei nichts verloren. Die Delegierten hätten durchaus Sympathien für den Hauptstadtfußball, ergänzte Kauder nach Angaben von Teilnehmern. Hertha-Trainer Rehhagel trat daraufhin vor das Mikrofon und sagte: “Denk' ich an Bayern in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.“ Kauder stellte daraufhin klar, Rehhagel meine damit natürlich den FC Bayern München.

Fraktionen vor Wahl erneut zusammengekommen

Die Bundestagsfraktionen sind am Sonntagvormittag in Berlin erneut zu Sitzungen zusammengekommen, um mit ihren Wahlmännern und Wahlfrauen die Wahl des neuen Bundespräsidenten vorzubereiten. Dabei sollte es nochmals Zählappelle geben, um zu klären, ob alle Mitglieder der Bundesversammlung anwesend sind.

Die Bundesversammlung besteht aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleichen Anzahl von Delegierten, die von den Landesparlamenten gewählt werden. Von den insgesamt 1240 Delegierten werden voraussichtlich 1238 anwesend sein. Dazu gehören auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Die Bundesversammlung wählt ab 12.00 Uhr in Berlin den neuen Bundespräsidenten. Die Wahl des früheren DDR-Bürgerrechtlers Joachim Gauck gilt als sicher. Der 72-jährige parteilose Theologe wird von einer beispiellosen Fünf-Parteien-Koalition aus CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen unterstützt.

Bei der bislang letzten Wahl im Juni 2010 war Gauck noch dem CDU-Politiker Christian Wulff unterlegen. Dieser trat im Februar nach nur 20 Monaten im Amt wegen einer Kette von Vorwürfen zurück. Für die Linke kandidiert die als Nazi-Jägerin bekannt gewordene Beate Klarsfeld. Die 73-Jährige ist aber chancenlos.

Voraussichtlich an diesem Montag soll Gauck in sein Amt eingeführt werden. Die Vereidigung des 11. Präsidenten vor Bundestag und Bundesrat ist für den kommenden Freitag vorgesehen.

Zitat zur Präsidentenwahl

“Ich habe auch eine Bitte an Sie, die oder den Gewählten: Führen Sie dieses Amt so, dass wir nicht schon bald wieder zusammenkommen müssen.“ (Prälat Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros in Berlin, am Sonntagmorgen beim ökumenischen Gottesdienst vor der Bundespräsidentenwahl in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin.)

Ökumenischer Gottesdienst in Berlin

Zum Auftakt der Bundesversammlung haben die evangelische und katholische Kirche am Sonntag in Berlin gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Dabei bedankte sich der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, laut Redemanuskript beim zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff, der sich für das Gemeinwesen engagiert habe.

Der Wunsch nach mehr Transparenz und Offenlegung privater Angelegenheiten lasse viele davor zurückschrecken, öffentliche Ämter zu übernehmen, gab der Geistliche zu bedenken. Zu Recht erwarte die Bevölkerung von Mandatsträgern, dass sie ehrlich und aufrecht seien. Die Erwartung könne sich aber nicht nur an diese richten.

Mit Blick auf das höchste Amt äußerte der Prälat nach Angaben der Deutsche Bischofskonferenz die Bitte: “Halten wir Maß! Überfordern wir unseren neuen Bundespräsidenten nicht mit zu hohen Erwartungen.“ Ausdrücklich mahnte Jüsten zudem die Medien zum “nötigen Respekt vor dem Amtsinhaber“.

Präsidenten-Kandidat Joachim Gauck im Porträt

Präsidenten-Kandidat Joachim Gauck im Porträt

Nach der Einstimmung auf die Bundesversammlung in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt waren noch einmal Fraktionssitzungen geplant, bevor die Bundesversammlung gegen Mittag zusammentritt. Erwartet wurde, dass der Kandidat von Union , SPD, FDP und Grünen, Joachim Gauck schon im ersten Wahlgang gewählt wird. Der Publizistin Beate Klarsfeld, die von der Linken aufgestellt worden war, wurden keine Chancen eingeräumt. Sollte Gauck im ersten Wahlgang gewählt werden, könnte das Ergebnis schon nach rund zwei Stunden feststehen.

Das waren die deutschen Bundespräsidenten

Das waren die deutschen Bundespräsidenten

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte vor dem Gottesdienst, Gauck werde jemand sein, der die Würde dieses Amtes sehr schnell wieder herstellen werde. Auf Gaucks Schultern lasteten “fast übermenschliche Erwartungen“. Er erwarte, dass Gauck für Demokratie und Freiheit werbe. Mit Blick auf das Thema Integration sagte Steinmeier, es gebe keinen Bundespräsidenten, der dieses Thema vernachlässigen könne.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles erwartet von Gauck, dass er eine Brücke baue, um die “Zerrüttung zwischen Politik und Menschen“ zu beseitigen.

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