SPD-Generalsekretär Heil gibt auf

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Hubertus Heil

Berlin - Nach dem Debakel bei der Bundestagswahl hat SPD-Generalsekretär Hubertus Heil seinen Rückzug angekündigt. Er werde beim Parteitag Mitte November nicht mehr kandidieren.

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Bis dahin wolle er die Amtsgeschäfte weiter führen, erklärte der 36-Jährige. Heil sprach sich zugleich für die Wahl des gescheiterten Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier zum Fraktionschef aus, die für den frühen Abend vorgesehen war. Als Nachfolgerin ist die stellvertretende Vorsitzende Andrea Nahles im Gespräch. Der Politikwissenschaftler Heil ist seit 1988 Mitglied der SPD und seit 1998 Bundestagsabgeordneter. Vorher war er Mitarbeiter einer Bundestagsabgeordneten. In den neuen Bundestag wurde er am Sonntag im Wahlkreis 45 Gifhorn in Ostniedersachsen mit 40,5 Prozent der Erststimmen direkt gewählt. Heil, geboren am 3. November 1972 in Hildesheim, ist evangelisch und verheiratet.

Seit November 2005 ist Heil Generalsekretär der Sozialdemokraten. Er wurde damals vom Parteitag nach dem ersten Rücktritt Franz Münteferings vom SPD-Vorsitz mit nur 61 Prozent in dieses Amt gewählt. Matthias Platzeck, der damals auf Müntefering folgte, errang mit 99,4 Prozent Zustimmung ein Traumergebnis. Heil als sein Generalsekretär wurde dagegen abgestraft. Ihm wurde damals vorgeworfen, bei dem Wechsel im Parteivorsitz, der sich letztlich als Brüskierung Münteferings darstellte, eine tragende Rolle gespielt zu haben.

Gabriel als Parteichef im Gespräch

Das reformorientierte “Netzwerk“ in der SPD-Bundestagsfraktion hat sich für Sigmar Gabriel als neuen Parteivorsitzenden ausgesprochen. Das berichtet die “Welt“ unter Berufung auf Parteikreise. Demnach plädierte der Sprecherkreis des “Netzwerks“ im Rahmen einer Telefonschaltkonferenz bereits am Montag für Gabriel als Nachfolger Franz Münteferings.

Dem “Netzwerk“ gehören in der neuen Legislaturperiode 28 SPD-Bundestagsabgeordnete an. Darunter sind neben Gabriel selbst auch Generalsekretär Hubertus Heil und Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann. Neben der Parlamentarischen Linken und dem rechten Seeheimer Kreis ist es die dritte Strömung innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion mit 146 Abgeordneten.

Kreise: Auch Steinbrück tritt nicht mehr an

Wie es aus Parteikreisen weiter hieß, will auch SPD-Vize Peer Steinbrück in Dresden nicht wieder für diesen Posten kandidieren. Der bisherige Finanzminister war neben Frank-Walter Steinmeier und Andrea Nahles Stellvertreter von Parteichef Franz Müntefering. Steinbrück war am Sonntag über die NRW-Landesliste erstmals als Abgeordneter in den Bundestag gewählt worden.

dpa/mm/ap/

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