Umfrage: Gabriel ist kompetent, aber er kann die SPD nicht retten

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Sigmar Gabriel soll SPD-Vorsitzender werden.

Hamburg - Der designierte SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel stößt in der Bevölkerung auf positive Umfragewerte, die Rettung der Partei trauen ihm aber nur wenige zu.

Nach der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Erhebung für den “Stern“ halten den amtierenden Bundesumweltminister je 57 Prozent für kompetent und schlagfertig und 51 Prozent für sympathisch. Nur 32 Prozent glauben aber, dass Gabriel die Sozialdemokraten aus der Krise führen kann.

Sie waren die Chefs der SPD

Sie waren die Chefs der SPD

Seiner künftigen Generalsekretärin Andrea Nahles trauen dagegen 48 Prozent einen guten Job zu. Unter den SPD-Anhängern erwarten 44 Prozent von Gabriel eine erfolgreiche Arbeit als Parteichef - 39 Prozent dagegen nicht. Der Parteilinken Nahles trauen sogar 58 Prozent der SPD-Sympathisanten zu, dass sie eine gute Generalsekretärin wird. Bei Anhängern der Grünen (62 Prozent) und Linken (60 Prozent) kommt sie auf noch höhere Werte.

Gabriel gilt als sympathisch

Als Person wird der künftige SPD-Chef Gabriel von den 2.501 Befragten überwiegend positiv gesehen. Neben Kompetenz, Schlagfertigkeit und Sympathie werden ihm weit über die Zustimmung zur SPD hinaus weitere günstige Eigenschaften attestiert: 54 Prozent meinen, er habe Visionen für die Zukunft, 49 Prozent finden ihn glaubwürdig, 45 Prozent schätzen ihn als führungsstark ein. Jeweils 44 Prozent attestieren Gabriel, dass er Witz und Humor habe, Leidenschaft besitze und etwas von Wirtschaft verstehe. 41 Prozent sagen, er stehe auf Seiten der kleinen Leute. Allerdings halten ihn nur 13 Prozent für fähig, die Probleme des Landes zu lösen.

Sonntagsfrage: SPD fällt weiter

Bei der Sonntagsfrage schnitt die SPD in der Woche nach der Bundestagswahl noch etwas schlechter ab als am Wahltag selbst und fiel von 23 auf 22 Prozent. Auch die Grünen mit jetzt 10 und die FDP mit 14 Prozent büßten gegenüber dem Wahlergebnis etwas an Zustimmung ein. CDU/CSU und Linke gewannen dagegen im “Stern“/RTL-Wahltrend jeweils einen Punkt und liegen nun bei 35 beziehungsweise 13 Prozent.

AP

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