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Richtig oder falsch? Loveparade-Aus nach Tragödie in Duisburg

Hochsauerland, 29.07.2010 16:11 Uhr

Hoch­sau­er­land. Ganz Deutsch­land steht auch eine Woche danach immer noch unter dem Eindruck der schreck­li­chen Ereig­nisse, die sich auf dem Festi­val­ge­lände der Love­pa­rade am alten Bahnhof in Duis­burg zuge­tragen haben.

Es sollte eine friedliche und ausgelassene Megaparty werden und endete in einer Katastrophe: bei der Massenpanik auf der Loveparade am vergangenen Wochenende kamen 21 Menschen zu Tode, mehr als 500 wurden verletzt.
Der Schock sitzt nach wie vor tief, doch neben die Trauer mischen sich jetzt vor allem Unverständnis und Wut über die Tatenlosigkeit der Verantwortlichen. In einem beispiellosen Possenspiel schieben sich Stadtverwaltung, Polizei und Organisatoren gegenseitig die Schuld zu, ohne dass sich einer der Beteiligten zu seiner tatsächlichen Verantwortung bekennt.
Rücktrittsforderungen und Rufe nach juristischen Schritten werden immer lauter, konkret passiert ist bisher jedoch nur eines: es wurde entschieden, dass die Loveparade nie wieder stattfindet. In diesem Beschluss waren sich ausnahmsweise alle Beteiligten einig.
Und genau hier knüpft unsere Frage an: Was meinen Sie, liebe Leser des SauerlandKurier , ist diese Entscheidung vorbehaltlos richtig?
Wäre es wirklich nicht mehr tragbar, nach der Tragödie eine Loveparade mit verbessertem Sicherheitskonzept durchzuführen? Ist die große Techno-Party für immer beendet oder hat sie vielleicht doch noch eine Zukunft? Wäre beispielsweise eine Rückkehr nach Berlin denkbar?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung einfach per E-Mail an kiwi@sauerlandkurier.de, per Post an den Kurierverlag Lennestadt, Kölner Straße 18, 57368 Lennestadt, oder kommentieren Sie direkt im Netz unter kiwi.sauerlandkurier.de.

 

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6 Kommentare »
 
05.08.10 14:06 Uhr
Hubert
Was wäre denn verloren
Was wäre denn verloren, wenn es diese Loveparade nicht mehr gäbe?

Wenn man die Live-Bilder gesehen hat, auf denen Teilnehmer der Loveparade neben den Rettungs- und Leichenwagen tanzten, in denen die Opfer des Unglücks abtransportiert wurden. Die Bilder sind inzwischen auch an zahlreichen Stellen im Web dokumentiert. Es waren nicht einzelne Jugendliche, sondern viele. Sie tanzten in Ekstase um die Rettungs- und Leichenwagen.

Der WDR hat die Aufforderung der Rettungssanitäter gefilmt, eine Gasse für die Rettungsfahrzeuge freizumachen. Vielleicht schauen Sie sich einfach einmal an, wie Massen von Teilnehmern der Loveparade stolz darauf waren, Widerstand gegen das Vorrücken der Sanitäter und Helfer geleistet zu haben. Es war für einen normal denkenden Bürger einfach nur widerlich, wie sich die zugekifften Raver verhielten.

Oder ist es Ihnen wirklich entgangen, dass es auch in diesem Jahr bei der Loveparade 81 Festnahmen gegeben hat? So friedlich wie von vielen dargestellt, ist die Veranstaltung eben doch nicht. Es handelt sich immerhin um die größte öffentliche Rauschgiftparty der Welt. Jedes Jahr kommen im Drogenrausch bei solchen Veranstaltungen Menschen ums Leben – und nur glückliche Umstände haben eine Massenpanik in der Vergangenheit bei Loveparades verhindert.

Die deutsch-griechische DJane Marusha hat schon 2007 in einem Interview gesagt, die Loveparade "verkommt zur Drogen- und Alkoholparty".
02.08.10 08:36 Uhr
Brian Bellrich
Kommentar
Ich finde man sollte die Loveparade nicht verbieten.Man müsste halt für mehr Sicherheit sorgen und dafür sorgen das die Loveoarade nur in Stadten veranstaltet wird wo genug Platz und Freiraum ist.Es solten genug Fluchtwege da sein.Die Schuld für die Tragödie hat nicht nur der Veranstalter sondern auch der Bürgermeister von Duisburg und zum Teil auch die Opfer,den schließlich gehen Sie auf eigene Gefahr auf die Loveparade und jeder weiß inzwischen das die Loveparade beliebt ist und das da sehr viele Menschen hin kommen.Es war ab zu sehen das irgendwan etwas passiert.Meiner Meinung nach ist das Verbot der Loveparade zu streng.Es gibt noch genug Menschen die mal gerne auf die Loveparade gehen würden und es jetzt nicht mehr können wegen einem Vorfall.Es gab schon öfters verletzte und Tote bei Fastivals oder Konzerten und die wurden auch nicht sofort verboten.
02.08.10 08:35 Uhr
thimo kothke
Meinung
meiner meinung nach ist es völlig schwachsinnig in zukunft keine loveparade mehr durchzuführen.die loveparade gehört zu deutschland wie die pommes zur currywurst.das münchener oktoberfest wurde nach einem anschlag schließlich auch nicht für immer abgesagt.man sollte die loveparade einfach wieder nach berlin holen,wo sie, wie ich finde auch hin gehört.hier ist jahrelang nix passiert.sie galt immer als eine party wo millionen von menschen aus allen nationen friedlich feiern konnten.alles stimmte,auch das sicherheitskonzept.in der metropole ruhr hätte meiner meinung nach schon nach der parade in dortmund schluss sein sollen.wer hier war,weiß was ich meine.verwunderlich das dort noch nichts passiert ist.essen wäre auch noch eine möglichkeit für einen dauerhaften standort.aber nix desto trotz sie für immer zu beenden wäre einfach zu voreilig.

mfg thimo kothke
02.08.10 08:34 Uhr
Roland Klose
Zur Loveparade
"Nach dem Ausfall der Klimaanlagen in den DB-Personenzügen mussten die Loveparade-Teilnehmer 2010 zwangsläufig durch den dunklen und viel zu engen DB-Todestunnel von Duisburg gehen, um das Partygelände überhaupt erreichen zu können. Der Todesmarsch der Loveparade-Besucher durch den Tunnel erinnert dabei stark an den Weg der Menschen durch das Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz. Für 21 Menschen gab es kein Zurück mehr, sie starben als Gefangene und Totgeweihte des Tunnels im Schatten der Parade für Musik und Liebe. Das alles nur wegen unprofessioneller und diletantischer Organisation und Sicherheit und weil das Partygelände statt mit 250.000 Besuchern aus Geldgeilheit mit unverantwortlichen 1,4 Millionen Menschen total überfüllt war. Zum Vergleich: Zum legendären Woodstock-Festival in Bethel 1969 - mit "three days of love and peace" die Mutter aller Festivals - rechneten die Veranstalter mit 60.000 Besuchern und es kamen weit über 400.000 Teilnehmer. 6
00.000 Menschen wurden jedoch damals auf dem Weg zum Festival wieder nach Hause geschickt, weil die Veranstalter und die Polizei eine Massenpanik befürchteten und die Sicherheit der Teilnehmer nicht mehr garantieren konnten. Von Woodstock lernen, heißt überleben und lieben lernen. Deshalb kann es nicht sein, dass es nie mehr eine Loveparade geben soll. Diejenigen, welche das beschlossen haben, sind der OB und der Polizeipräsident von Duisburg bzw. der Veranstalter McFit Schaller, also das Trio Infernale, das für das Totalversagen, für das Zusammenbrechen von Sicherheit und Ordnung und die Katastrophe von Duisburg letztendlich verantwortlich zeichnet. Ein optimiertes Sicherheitskonzept und die Beschränkung bzw. Anpassung der Teilnehmerzahl an die örtlichen Gegebenheiten wäre dagegen absolut notwendig und äußerst sinnvoll. Am Besten wäre es natürlich, wenn die Loveparade wegen der guten Auswegmöglichkeiten und eines riesigen zur Verfügung stehenden Areals in die
Hauptstadt Berlin zurückkehren könnte."
01.08.10 18:26 Uhr
pepe
lovperade
Hallo Liebes Sauerlandkurier Team !
Ich habe Heute euren Bericht in der Zeitung gelesen und es ist ein schwieriges Thema was das weiter machen der Loveperade anbelangt ! Ich glaube nicht das es in den nächsten paar Jahren eine Loveperade geben wird zu einem weil viele bürger schockiert währen und weil ich glaube das sich keine Stadt mehr finden lässt ! Ich war selber in Duisburg hatte allerdings ein VIP Pass und konnte so die Menschenmassen umgehen was leider nicht für jeden möglich war und ich fühle mich auch schlecht das ich zusammen mit den Verantwortlichen der Loveperade auf einer Bühne stand !! Meiner Meinung nach sollte es eine Loveperade noch mal geben aber dann nur an Gedenken an die 21 Toten und mit einem entsprechenden Motto z.B REST IN PEACE um einfach den Respekt entgegen zu bringen und Gelder die eingesammelt werden sollten den familien zu gute kommen !!!
01.08.10 16:50 Uhr
Roland Klose
Von Woodstock lernen, heißt überleben und lieben lernen!
Nach dem Ausfall der Klimaanlagen in den DB-Personenzügen mussten die Loveparade-Teilnehmer 2010 zwangsläufig durch den dunklen und viel zu engen DB-Todestunnel von Duisburg gehen, um das Partygelände überhaupt erreichen zu können. Der Todesmarsch der Loveparade-Besucher durch den Tunnel erinnert dabei stark an den Weg der Menschen durch das Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz. Für 21 Menschen gab es kein Zurück mehr, sie starben als Gefangene und Totgeweihte des Tunnels im Schatten der Parade für Musik und Liebe. Das alles nur wegen unprofessioneller und dilletantischer Organisation und Sicherheit und weil das Partygelände statt mit 250.000 Besuchern aus Geldgeilheit mit unverantwortlichen 1,4 Millionen Menschen total überfüllt war. Zum Vergleich: Zum legendären Woodstock-Festival in Bethel 1969 - mit "three days of love and peace" die Mutter aller Festivals - rechneten die Veranstalter mit 60.000 Besuchern und es kamen weit über 400.000 Teilnehmer. 600.000 Menschen wurden jedoch damals auf dem Weg zum Festival wieder nach Hause geschickt, weil die Veranstalter und die Polizei eine Massenpanik befürchteten und die Sicherheit der Teilnehmer nicht mehr garantieren konnten. Von Woodstock lernen, heißt überleben und lieben lernen. Deshalb kann es nicht sein, dass es nie mehr eine Loveparade geben soll. Diejenigen, welche das beschlossen haben, sind der OB und der Polizeipräsident von Duisburg bzw. der Veranstalter McFit Schaller, also das Trio Infernale, das für das Totalversagen, für das Zusammenbrechen von Sicherheit und Ordnung und die Katastrophe von Duisburg letztendlich verantwortlich zeichnet. Ein optimiertes Sicherheitskonzept und die Beschränkung bzw. Anpassung der Teilnehmerzahl an die örtlichen Gegebenheiten wäre dagegen absolut notwendig und äußerst sinnvoll. Am Besten wäre es natürlich, wenn die Loveparade wegen der guten Auswegmöglichkeiten und eines riesigen zur Verfügung stehenden Areals in die Hauptstadt Berlin zurückkehren könnte.


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