
Sauerland, 21.07.2010 10:32 Uhr
Langscheid/Amecke. Die Polizei in Sundern möchte alle Gäste des Sorpesees sensibilisieren, mit der Natur vorsichtiger umzugehen. Mit fortdauerndem Sommerwetter steigt leider auch die Zahl der Besucher, die zum Ausleben individueller Bedürfnisse den Bereich des Sees missbrauchen.
Durch wildes Campen, Lagerfeuer, Vermüllung, Ruhestörung und Zuparken der Feuerwehrzufahrten, ohne dabei Rücksicht auf ihre Mitbürger zu nehmen, gingen mittlerweile mehrere Beschwerden bei Stadt und Polizei ein. Am vergangenen Wochenende sind Polizei, Ordnungsamt, Regionalforstamt Oberes Sauerland und der Ruhrverband in einer gemeinsamen Aktion gegen solche „Besucher“ des Sorpesees vorgegangen. Dabei wurde auch eine Bootsstreife der Polizei eingesetzt, um von der Seeseite aus Personen auf ihr Verhalten anzusprechen, Gefahren aufzuzeigen und Verhaltensänderungen zu erwirken.
Wo Gesprächsaufklärung nicht mehr zu fruchten schien, musste gehandelt werden. Fazit: Vier Zelte mussten abgebaut, zwei Platzverweise ausgesprochen und 15 Zahlkarten wegen Parkens in Feuerwehrzufahrten ausgestellt werden.
Zwei Platzverweise und 15 Zahlkarten
Insbesondere der Müll und die Lagerfeuer und Grillstellen bereiten den Behörden bei der anhaltenden Trockenheit ernsthafte Sorgen. Schon eine kleine Glasscherbe reicht momentan aus, einen Waldbrand auszulösen. Daher appelliert Polizeihauptkommissar Christoph Bankstahl, Leiter der Polizeiwache Sundern und Bernd Jüngst vom Ordnungsamt der Stadt Sundern an die Vernunft der Badegäste und bittet um ihre Mithilfe: „Wenn die Abfalleimer voll sind, bitte Unrat wieder mit nach Hause nehmen und dort entsorgen. Die anderen Besucher werden dankbar sein und vielleicht dem Beispiel folgen.“ Jeder Badegast könne damit zur Sauberkeit beitragen und zudem mithelfen, die Natur zu erhalten. Außerdem bittet die Polizei in Sundern alle Badegäste, grobe Verstöße unter 02933/90200 zu melden.
Auch die Feuerwehr in Sundern bittet die Bevölkerung um erhöhte Vorsicht. Begünstigt durch das heiße und trockene Wetter besteht derzeit akute Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Die Einsatzzahlen in diesem Bereich sind in den letzten Wochen in die Höhe geschnellt. Sollte jemand irgendwo unklare Rauchentwicklungen oder gar Flammen sehen, bitte unbedingt per Notruf 112 an die Feuerwehr-Leitstelle melden.
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