
Züschen, 03.08.2011 02:00 Uhr
In der letzten Saison sah es für Bundesligist VfL Borussia Mönchengladbach zeitweise überhaupt nicht gut aus. Der Klassenerhalt war in weite Ferne gerückt. Das war kein Grund für den eingefleischten "Gladbach-Fan" Horst Frankenstein aus Züschen, nervös zu werden.
Bereits im Dezember, als die Borussia erst zehn Punkte zählen konnte, lehnte er sich weit aus dem Fenster: "Gladbach steigt nicht ab und gewinnt noch mindestens drei Mal, da bin ich mir so sicher, dass ich verspreche, zum ersten Heimspiel der neuen Bundesligasaison 2011/2012 mit dem Tretroller nach Mönchengladbach zu fahren."Es kam, wie es für Borussia-Fans kommen sollte, "Gladbach" legte drei Siege gegen Dortmund, Hannover und Freiburg hin, kam in die Relegation und schaffte den Klassenerhalt. Da wurde es für Horst Frankenstein ernst, denn er steht ja zu seinem Wort. Er kaufte sich einen Tretroller und die Planungen für seine außergewöhnliche Tour begannen zu reifen. "Die Strecke ist insgesamt knapp 300 Kilometer lang. Ich starte am kommenden Mittwoch hier in Züschen und fahre dann erstmal über den Ruhrtalradweg bis Duisburg. Von dort geht es weiter über einen anderen Radweg bis nach Mönchengladbach. Pro Tag habe ich mir vorgenommen etwa 80 Kilometer zu schaffen", so der 43-Jährige.
Pünktlich zum Anstoß des ersten Heimspiels der Saison seiner Borussia gegen den VfB Stuttgart um 18.30 Uhr will er dann vor dem Borussia-Park auflaufen. Damit die ganze Sache auch noch einen "richtigen" Sinn bekommt, fragt Horst Frankenstein derzeit bei den vorgesehenen Hotels auf seiner Tour, um eine kostenlose Übernachtung zu bitten, um das dafür eingeplante Geld für die Aktion "Lichtblicke" zu spenden. Auch andere Spenden sind für die Aktion gerne willkommen. "Schließlich geht das Geld ja an Familien in Not". Am vergangenen Sonntag hat er erstmals auf dem Ruhrtalradweg mit dem neuen Tretroller trainiert. "Alle schauten hinter ihm her", erklärt seine Frau Rita schmunzelnd. Sie wird ihn am 13. August gemeinsam mit anderen "Gladbach-Fans" am Borussia-Park treffen. Dann hat er sicher einiges zu erzählen von seiner 300 Kilometer-Tretrollertour.
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