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Schick und fast wie am Strand

Sauerland, 28.07.2010 16:04 Uhr

Bei den hoch­som­mer­li­chen Tempe­ra­turen der letzten Zeit konnte man sich kaum vorstellen, über­haupt etwas anziehen zu wollen. Zum Glück bot die Mode­in­dus­trie ein reich­hal­tiges Angebot, damit man nicht nur im Adams­ko­stüm auftreten musste. Beach-und Surf­wear ist auch als Frei­zeit­look schwer ange­sagt und gibt das Cali­for­nia-Feeling auch an dieje­nigen weiter, die noch nie eine Welle von oben gesehen haben.

Mit Flip Flops salonfähig
Jeder kennt die minimalistischen Latschen mit dem zehentrennenden Steg und zwei Riemchen, die ihren Namen von dem Geräusch bekommen haben, das sie beim Laufen erzeugen. Noch vor wenigen Jahren wären sie abfällig als Badelatschen bezeichnet worden und niemand wäre wahrscheinlich auf die Idee gekommen, sich damit woanders zu bewegen als im Freibad, Schwimmbad oder am Strand. Doch im Ausland und in der Surfszene wurde vorgemacht, was nun Gang und Gäbe geworden ist: Flip Flops überall und nicht nur in der einfachsten Ausführung, sondern in zahllosen Designs, Farb- und Formgebungen.

Der Strand ist überall
Die Sandalen stehen nur stellvertretend für eine ganze Palette an Kleidung, die vom Strand in die City getragen wurde und in der City getragen wird. Boardshorts, lange transparente Shirts, unter denen statt BH ein Bikini hervorlugt, Strandkleider und für die kalte Brise am Abend ein lässiges Fleece, am besten mit hohem kuscheligen Schalkragen, wie sie die Marke Bench berühmt gemacht hat, damit ist man nicht mehr nur noch beim Strand- sondern auch im Stadtleben bestens ausgerüstet. Lässigkeit und cooler Look inklusive. Passendes Styling mit Make-up im Nude-Look, sonnengebräunte Haut und lässig verwuschelte Haare, fertig ist das Surfergirl für die City.

Das Gefühl muss von innen kommen
Passend zu diesem Trend, der zwar nicht neu, aber noch nie so weit verbreitet Fuß fassen konnte, sprießen in immer mehr Großstädten künstlich angelegte Beach-Clubs aus dem Boden. Aufgeschütteter Sand, stylische Liegestühle, eine Bar und ein paar Sonnenschirme kombiniert mit Musik und kalten Drinks lässt Strände direkt in der Innenstadt, idealerweise am Wasser gelegen, entstehen, in die man seine Strandklamotten hervorragend ausführen kann. Leider sind diese Etablissements besonders bei schönem Wetter hoffnungslos überfüllt, es herrscht teilweise dichteres Gedränge als am Strand von Arenal und die Entspannung kommt fast ein bisschen zu kurz. Vielleicht half einem kürzlich beobachtetem Gast eines solchen Strandsimulanten daher noch nicht mal mehr das lässige Surfer-Outfit, als er von einem vorübergehenden Flip-Flop Träger mit etwas Sand beschaufelt wurde und daraufhin wutschnaubend aus dem Liegestuhl aufsprang. Sand am Strand als Zumutung empfunden, da bleibt die durch Kleidung gewollt betonte Lässigkeit der Surf-Vorbilder wohl eindeutig auf der Strecke.

 


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