
Kreis Olpe, 01.09.2010 02:00 Uhr
Vor einem Vierteljahrhundert beschloss eine Gruppe engagierter Frauen, auch in Olpe eine Anlaufstelle für von Gewalt betroffene Frauen zu gründen.
Dies war der Beginn der Institution "Frauenberatungsstelle", die heute in der Friedrichstraße 24 in Olpe beheimatet ist und die bislang rund 10.000 Frauen und Mädchen mit einer Beratung helfen konnte.
Hier finden Frauen jeder sozialen Schicht und Altersgruppe, in Einzelfällen sogar über 80-Jährige, Hilfe bei sexueller, körperlicher, häuslicher oder seelischer Gewalt. Die Zahl der Einzelberatungen ist von anfangs 200 auf mittlerweile über 1400 gestiegen, von denen es bei immerhin 88 Prozent um sexuelle Gewalt geht. Aber auch Trennung, Scheidung, Stalking, Gesundheit, Ess-Störungen, Zwangsheirat und Depression sind Themen, bei denen durch die vier Mitarbeiterinnen Claudia Reindl, Uta Weber, Sabine Wullenweber und Anette Pfeifer geholfen werden kann.
Es werden zudem regelmäßige Gruppentreffen, ein "offener Frauentreff", Workshops, sowie Trommel- und Singabende angeboten. In den ersten Jahren bangten die engagierten Mitarbeiterinnen immer wieder um das Bestehen der Beratungsstelle, da jährlich 17.000 Euro an Spenden aufgebracht werden müssen. Seit drei Jahren gibt es zwar einen Beirat, der sich um Spendenakquisition kümmert, trotzdem ist es immerwieder knapp die nötigen Mittel aufzubringen.
Helga Heitmann vom Beirat bittet daher die Olper Bürger besonders im Jubiläumsjahr des Vereins bei Spenden auch an die durchaus wichtige Arbeit der Frauenberatungsstelle zu denken.
Alle, die die Arbeit der Beratungsstelle näher kennenlernen möchten, sind am Freitag, 3. September, ab 11 Uhr zur Jubiläumsfeier in der Friedrichstraße 24 in Olpe eingeladen.
Ab 12 Uhr Sektempfang, von 13 bis 16 Uhr Kaffee und Kuchen, dazu ein musikalisches Rahmenprogramm. Gegen 16 Uhr soll die Feier ihren Ausklang finden.
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