
Attendorn, 01.02.2012 02:15 Uhr
Um Tradition und Brauchtum lebendig zu halten, begeht die Schmiedezunft das jährliche Patronatsfest am 5. Februar. Gerade die Arbeit mit Feuer und Metall ist gefährlich, und die Arbeitenden brauchen den Schutz eines Heiligen. Die Märtyrerin St. Agatha soll nach der Legende einst die Sizilianer vor den Feuersgluten des Edna beschützt haben. Schmiede, Feuerwehrmänner und Maschinenbauer verehren sie noch heute als Schutzpatronin und Zunftheilige.
Die Attendorner St. Agatha-Zunft feiert traditionell am Sonntag, 5. Februar, die heilige Messe um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche. Zum Brauchtum gehört es, zu St. Agatha zu beten und um Schutz und Beistand für Angehörige und Freunde zu bitten.
Die Ursprünge der Zunft gehen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Zeugnisse für den Einfluss der Schmiedezunft in Attendorn geben Relikte wie der Zunftstab, auf dem zum Patrozinium eine Kerze entzündet wird, die Fahnen und die Zunftbücher. Zu besichtigen sind die historischen Bücher im Sauerlandmuseum. Unter www.agatha-zunft.de können Interessierte mehr über das Brauchtum und die Aktivitäten der Zunft erfahren oder in der Bildergalerie stöbern.
In der Generalversammlung blickten die Zunftbrüder auf das vergangene Jahr zurück. Die Versammlung dient auch dazu, den Festkalender mit kirchlichen Festen, Veranstaltungen und Jubiläen zu füllen. Termine: 5. Februar, 10.30 Uhr, Patronatsfest, anschließend Restaurant Rinscheid (Fahrgelegenheiten ab Hintermeier); 11. Mai, Besichtigung Burg Schnellenberg mit Rahmenprogramm; 7. Juni, Fronleichnamsprozession; 15. Juli, 8.45 Uhr, Brandprozession; 15. September, Sommerfest "Hüttenzauber".
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