Brit Awards: Take That für Comeback belohnt

London - Zwei Tage nach der Verleihung der Grammys hat die Musikbranche auch die Brit Awards an die Musiker gebracht. Viele Geehrte räumen doppelt ab. Take That wird fürs Comeback belohnt.

Zwei Tage nach ihrem Überraschungserfolg bei den Grammys haben Arcade Fire bei der Verleihung der Brit Awards ihren Triumph wiederholt: Die kanadische Band wurde am Dienstagabend in London als beste internationale Gruppe und für “The Suburbs“ als bestes internationales Album ausgezeichnet. In Anspielung auf ratlose “Wer?“-Zwischenrufe des Publikums am Sonntag in Los Angeles riet Sänger Win Butler allen, die mit dem Namen seiner Band nichts anfangen können: “Schaut bei Google nach!“

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Den Preis als beste britische Gruppe erhielten die wiedervereinigten Take That um Robbie Williams, die Singer/Songwriterin Laura Marlin durfte sich über den Preis als beste britische Solokünstlerin freuen, und Soulsänger Plan B wurde als bester britischer Solokünstler geehrt. Der 22-jährige Rapper Tinie Tempah erhielt zwei Preise: als bester britischer Newcomer und für “Pass Out“ als beste britische Single.

Für ihr mit Mandolinen- und Banjoklängen versetztes Debüt “Sigh No More“ erhielt die Folk-Rock-Band Mumford & Sons den Preis für das beste britische Album des Jahres. “Das ist sehr bizarr, sehr seltsam“, sagte Bandmitglied Marcus Mumford. In den USA haben Mumford & Sons die Top Ten erreicht, und am Sonntag spielten sie bei den Grammys an der Seite von Bob Dylan - in ihrer Heimat aber war ihr TV-Auftritt bei den Brit Awards der erste zur besten Sendezeit.

Als beste internationale Solokünstler wurden Cee Lo Green und Rihanna ausgezeichnet, Teenagerschwarm Justin Bieber erhielt den Preis als bester internationaler Newcomer. Rihanna legte einen sexy Auftritt hin, samt breitbeinigen Posen, knallrotem Haar und einem teils durchsichtigen Spitzen-Outfit (siehe Fotostrecke oben).

Bei der großen Gala in der O2 Arena traten neben Green und Rihanna unter anderen Adele, Mumford & Sons und Arcade Fire live auf. Stürmische Begeisterung erzielten Take That, die mit ihren Song “Kidz“ auftraten. Sie ließen sich von Tänzern in Polizeikostümen begleiten, offenbar eine Anspielung auf die jüngsten Studentenproteste.

Die Brit Awards werden seit 1997 jährlich vergeben. In einigen Kategorien der Brit Awards entscheiden die Fans, die meisten der Preise werden aber von der Brits Academy bestimmt, der mehr als 1.000 Experten aus Musikindustrie und Medien angehören.

dapd

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