Alle Beteiligten sind hochzufrieden

Geteiltes Sorgerecht für Jackson-Kinder

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Ein Gericht hat nun über das Sorgerecht der drei Kinder von Michael Jackson entschieden

Los Angeles - Die Kinder des toten Popstars Michael Jackson werden künftig gemeinsam von dessen Mutter Katherine und TJ Jackson betreut. Dies hat jetzt ein Gericht beschlossen.

in Gericht in Los Angeles hat einem Neffen von Michael Jackson die Vormundschaft über die drei Kinder des „King of Pop“ zugesprochen. Richter Mitchell Beckloff entschied, dass der 34-Jährige Sänger TJ Jackson sich künftig das Sorgerecht für die Kinder Prince, Paris und Blanket mit der 82-jährigen Großmutter der Kinder, Kathrine Jackson, teilen soll.

TJ Jackson war persönlich angereist, um das Urteil zu hören. Er trug einen dunklen Anzug mit Krawatte und lächelte, als er den Gerichtssaal betrat. Er sprach nur kurz zu Beginn, um den Richter mit leiser Stimme zu begrüßen. Beckloff fällte die Entscheidung am Mittwoch, nachdem er einen Brief der Sängerin Diana Ross berücksichtigt hatte. Die Sängerin war von Michael selbst als möglicher Vormund ins Spiel gebracht worden.

Jackson Cousine Debra Jackson und ihr Sohn Anthony Jackson hatten eine Verschiebung des Urteils beantragt, weil sie der Meinung waren, dass Jacksons Mutter Katherine dazu gedrängt worden sei, das Sorgerecht mit TJ zu teilen. Die Anwältin der Großmutter, Sandra Ribera, widersprach dem. „Frau Jackson ist eine starke Frau, die sich von niemandem beeinflussen lässt, wenn es um Entscheidungen über die Kinder geht“, sagte Ribera.

Liebevolle Beziehung

Sollten entweder TJ oder die Großmutter der Kinder nicht mehr in der Lage sein, sich um die Kinder kümmern zu können, fällt dem anderen Vormund laut Urteil automatisch das Sorgerecht zu. Richter Beckloff sagte, Katherine Jackson kümmere sich vorbildlich um die Kinder im Alter zwischen zehn und 15. Die Mutter der beiden älteren Kinder, Deborah Rowe, hat angedeutet, dass sie kein Problem mit dem Sorgerechts-Arrangement hat. Michael Jackson jüngster Sohn Blanket wurde von einer Leihmutter ausgetragen, deren Identität nie preisgegeben wurde.

Cousine Debra Jackson und ihr Sohn hatten auch angeführt, sie seien im Sorgerechtsstreit von der Familie regelrecht verstoßen worden, und die Kinder des Popstars seien womöglich gar nicht glücklich darüber, dass TJ ihr neuer Vormund werde. Richter Beckloff hielt dagegen, dass die Kinder selber sagten, dass sie nichts gegen TJ hätten. Außerdem habe eine unabhängige Untersuchung gezeigt, dass „sie eine sehr starke, liebevolle Beziehung zu TJ Jackson“ hätten. TJ habe seit Michael Jacksons Tod vor drei Jahren engen Kontakt zu dessen drei Kindern gehalten.

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Beckloff sagte auch, dass die Familie überlegen sollte, ob die Cousine und ihr Sohn die Kinder nicht besuchen dürften. TJ war bereits im vergangenen Monat zwischenzeitlich zum Vormund der Kinder ernannt worden, als Katherine Jackson mehrere Tage abwesend war. Bis zum Sorgerechtsstreit war er wenig bekannt. Er ist zusammen mit seinen Brüdern Mitglied der Band 3T und stand seinem Onkel Michael bis zu dessen Tod im Alter von 50 Jahren im Juni 2009 nahe.

dapd/dpa

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