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Tierische Patienten

Sauerland, 25.08.2010 10:36 Uhr

Wenn wir Menschen Schmerzen haben, gehen wir zum Arzt – beim eigenen Hund kann das ein Problem werden, denn oftmals bemerken selbst aufmerk­same Hunde­halter die Leiden ihres Tieres erst, wenn dieses bereits hinkt oder sich die Pfote leckt.

Wenn der Bewegungsapparat des Hundes gestört ist, liegen entweder Erkrankungen des Skelettsystems, also der Knochen, Gelenke oder Bänder vor oder aber es geht um ein Leiden an Muskulatur, Sehnen, Sehnenscheiden oder Schleimbeuteln. Häufig bemerken Besitzer eine vorliegende Krankheit erst am Lahmen, das auf eine körperliche Schwächung oder Schmerzen hindeutet. Diesem Symptom muss auf den Grund gegangen werden, denn die Ursachen hierfür können ganz vielfältig sein.

Hundeschuhe zum Schutz
Doch auch Verletzungen durch Scherben oder Holzsplitter können die empfindlichen Pfoten des Hundes verletzen und sich darin entzünden. Die Wunden am Ballen verheilen oft nur langsam und sollten so schnell wie möglich behandelt werden. Hinzu kommt, dass Hunde dazu neigen, offene Wunden zu lecken und Verbände häufig solange zu bearbeiten, bis sie mit ihrer Pfote an die verletzte Stelle vorgedrungen sind. Dagegen gibt es jedoch hilfreiche Mittel. Hundeschuhe helfen in so einem Fall, die Pfoten zu schonen und ein Belecken des Hundes zu verhindern. Zwar sind die zunächst fremden Synthetik- oder Lederschuhe gewöhnungsbedürftig, doch das Tier stellt sich schnell darauf ein und lässt die Verletzung gut abheilen. Die einzelnen Modelle gibt es in unterschiedlichen Ausfertigungen für alle Rassen, egal ob sie für einen Terrier oder einen Schäferhund benötigt werden. Mit praktischen Klettverschlüssen werden sie innerhalb von Sekunden angebracht und können Zuhause oder zum Laufen getragen werden. Wichtig ist, dass die passenden Schuhgrößen für die Hunde ermittelt werden, damit der Schuh nicht auf die Wunde drückt oder zu locker sitzt und sich dadurch leicht abstreifen lässt. Bedenken sollte man auch, dass der Hund unter Umständen einen zusätzlichen Verband trägt und sich die benötigte Schuhgröße dadurch noch einmal ändert.

Salben helfen
Allerdings genügt es oftmals nicht, bei einer Verletzung selbst solche Maßnahmen zu ergreifen. In vielen Fällen kann ein Splitter oder ein anderer Fremdkörper zwar auch Zuhause entfernt werden, tiefer liegende Verletzungen oder eine eventuelle Blutvergiftung können jedoch nur von einem Tierarzt ausgeschlossen werden. Daher sollte auf jeden Fall der Veterinär aufgesucht werden, wenn sich das Hinken auch nach Entfernen des Fremdkörpers nicht nach ein bis zwei Tagen einstellt. Salben, die in der Apotheke oder dem Tierfachgeschäft erhältlich sind, können in den ersten Tagen sehr hilfreich sein und Entzündungen entgegenwirken. Salben mit Ringelblumenextrakt oder Zinkoxid, die viele in ihrem eigenen Medizinschrank haben, können ebenso für Tiere verwendet werden und hilfreich sein. Stellt sich jedoch auch nach der Salbenbehandlung keine Besserung ein, muss der Tierarzt in jedem Falle kontaktiert werden.

 


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