
Wilnsdorf, 12.02.2012 01:30 Uhr
Um die Weichen für das kommende Grundschuljahr 2012/2013 stellen zu können, sind Rat und Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf jetzt in der Pflicht, die Weichen zu stellen. Am Donnerstagabend wurde die Öffentlichkeit über Lösungsmöglichkeiten informiert.
Da der Schulentwicklungsplan sinkende Schülerzahlen prognostiziert, bestand Handlungsbedarf. "Den aktuell sieben Grundschulstandorten werden aufgrund der Schülerzahlen im kommenden Schuljahr nur sechs Lehrerstellen für die Erstklässler zugewiesen", war das Ergebnis der Gutachter Hubertus Schober und Schulamtsdirektor Volker Reichel.
Seit dem 25. Januar gibt es nun aktuelle Zahlen aus Düsseldorf, auf deren Basis die Verwaltung verschiedene Modelle einer künftigen Grundschullandschaft erarbeitet hat. Helmut Eich, 1. Beigeordneter der Gemeinde, präsentierte in der Wilnsdorfer Festhalle im Beisein von Bürgermeisterin Christa Schuppler und Schulamtsdirektor Volker Reichel die Veränderungen, die möglichen Standortvari-anten und die entsprechende Rechtslage. Schon bei der Erläuterung der ersten Variante machte sich Unmut unter einem Teil der Anwesenden, vor allem unter den Anzhausener Eltern, breit. Denn die angedachte Möglichkeit sah es vor, den Schulstandort Anzhausen komplett zu schließen.
Neben der Schließung von Anzhausen wurden als Alternativen eine Vielzahl weiterer Vorschläge präsentiert: Der Erhalt aller Standorte, eine Teilstandortlösung für die Grundschule Anzhausen, die Auflösung der Grundschule Wilden, die Auflösung der Grundschule Obersdorf, die Auflösung der Grundschulen Anzhausen und Wilden, die Auflösung der Grundschulen Anzhausen und Obersdorf, die Auflösung der Grundschulen Wilden und Obersdorf, die Auflösung der Grundschulen Anzhausen, Wilden und Obersdorf oder die Einrichtung von nur noch drei Grundschulen an den Standorten Niederdielfen, Rudersdorf und Wilnsdorf.
"Ziel ist es, eine verlässliche und zukunftsträchtige Struktur zu finden, die den Kindern und Eltern auf Jahre hinaus eine sichere Grundschullandschaft bietet", so Bürgermeisterin Christa Schuppler in ihrem Appell an die Anwesenden. Eine Entscheidung muss bis zum 1. März fallen.
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