Nachrichtenarchiv, April 2007

Bahnhof Finnentrop soll zum Schmuckstück werden

VermischtesFinnentrop

Vorstellung der Pläne am Dienstag im Kino in Finnentrop

Finnentrop. (SK)

Die Bürgerinitiative "Bahnhof Finnentrop" stellt am Dienstag, 17. April, um 19.30 Uhr im Finnentroper Kino ihre Planungen für das Empfangsgebäude der Öffentlichkeit vor. Alle interessierten Bürger sind eingeladen, sich ein Bild von den Entwürfen des Architekturbüros "chquadrat" aus Plettenberg zu machen. "Der Bahnhof wird zu einem richtigen Schmuckstück", so Christian Vollmert von der BI. Unter Berücksichtigung der historischen Bedeutung des Gebäudes für den Ort Finnentrop in Verbindung mit der Funktion als Ortsmittelpunkt und Anlaufstelle für Reisende wird der renovierte Bahnhof eine wichtige Rolle in einer dem Wandel unterliegenden Tallage spielen. Der Bahnhof gilt als Identifikationsobjekt der Bürger mit dem Ort Finnentrop. Dieser städtebaulich wichtigen Funktion würde ein schmuckloser Discounter nie gerecht werden. "Die Bürger werden den Bahnhof in einem neuen Licht sehen", so Vollmert weiter.

Überrascht zeigt sich die Bürgerinitiative über die Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg, wonach bereits im Jahre 2004 280.000 Euro für eine Instandsetzung und Modernisierung des Bahnhofsgebäudes zur Verfügung gestanden hätten. "Wie uns die Bezirksregierung mitteilte, hat jedoch niemand seitens der Gemeinde Finnentrop die verfügbaren Mittel beantragt. Man habe kein Interesse an den Geldern gezeigt."

"Jedoch können diese Mittel auch jetzt noch angefordert werden, falls man sich im Rathaus Finnentrop für einen Erhalt und die Renovierung des Gebäudes entschließen sollte", teilte Arnsberg mit.

"Dies wäre natürlich der vernünftige Weg, denn zusammen mit den 135.000 Euro aus dem Programm "100 Bahnhöfe" ließe sich der Bahnhof sanieren. Zusätzlich bräuchte die Gemeinde die veranschlagten 500.000 Euro für die Verlegung des Busbahnhofes nicht zu investieren. Insgesamt für die Kommune die bessere Lösung", so die Bürgerinitiative. Vollmert: "Wir hoffen auf ein Einlenken der Verantwortlichen, denn diese Fakten und die vorliegenden Pläne können einfach nicht ignoriert werden."

Sollten Rat und Verwaltung dennoch an dem vom Bürgermeister vorgegebenen Irrweg festhalten und den Abriss favorisieren, will man wie bereits angekündigt ein Bürgerbegehren anstreben. "Wir appellieren an die Vernunft der Entscheidungsträger, endlich den Bahnhof zu sanieren und nicht die durch Abriss geprägten städtebaulichen Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre fortzusetzen."

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