Nachrichtenarchiv, August 2012
"Platz da - ich lebe!"
Sebastian Fitzek las 2011 vor mehr als 1000 Menschen in Olpe und war der umjubelte Star.

"Platz da - ich lebe!"

VermischtesOlpe

Mit Literaturlesungen hat Georg Spielmann in Olpe schon reichlich Erfahrung. Jetzt aber hat er sich einer besonderen Herausforderung gestellt. Am Mittwoch, 5. September, sind drei Titanen der deutschsprachigen Spannungsliteratur in Olpe zu Gast. Es soll ein unterhaltsamer und spannender Abend werden.

"Diesmal wollen wir aber mehr als Literatur vorstellen", so der rührige Buchhändler. "Alle Beteiligten verzichten auf Gage und Gewinne. Wir wollen eine große Benefiz-Lesung durchführen. Der Erlös ist für das Kinder- und Jugendhospiz bestimmt. Es ist ein Haus zum Sterben, aber voller Leben: Das Kinder- und Jugendhospiz "Balthasar" in Olpe. Hier wohnen Kinder und Jugendliche, für die es keine Heilung mehr gibt, deren Zeit viel zu kurz bemessen ist.

Während einer Lesereise lernte Bestsellerautor Peter Prange (u. a. "Die Philosophin") das Kinder- und Jugendhospiz kennen. Bei seinen Gesprächen mit den Kindern erkannte er einen ihrer größten Wünsche: Dass etwas bleibt von ihnen in dieser Welt, in der sie nur so kurz zu Gast sein dürfen. Damit war die Idee zu einem Buch geboren, um etwas zu schaffen, das bleibt! Es erschien unter dem Titel "Platz da, ich lebe!"

Peter Prange will aber noch mehr: "Ich möchte mindestens 100.000 Euro an Spenden für das Hospiz einwerben." Sämtliche Erlöse seines Buches und der damit verbundenen Veranstaltungen, zu denen sich zahlreiche Prominente angekündigt haben, gehen zu Gunsten des Kinderhospizes, das sich allein aus Spenden finanzieren muss. Und seine Kollegen lassen ihn nicht im Stich. Vielmehr unterstützen sie ihn mit riesigem Engagement.

Höchst erfolgreiche Autoren der deutschen Thriller-Szene wollen ihn unterstützen. Arno Strobel, Wulf Dorn und Sebastian Fitzek treten, in dieser Besetzung einmalig, im Heimatort des Kinder- und Jugendhospizes für diesen guten Zweck auf.

Für die Literaturshow wurde eigens ein Musikstück für die Eröffnung komponiert. Das Bühnenbild besteht aus weißen Tüchern, hinter denen nur die Schattenumrisse der Autoren zu sehen sind. Dann Nebel, Musik, Licht und sie betreten die Bühne. Jetzt soll aber nicht zu viel über die Dramaturgie verraten werden.

"Rechnen mit ausverkaufter Halle"

Jedenfalls muss das Team von Dreimann eine Menge Energie in die Vorbereitung und Durchführung dieses wahrhaft gigantischen Events investieren. Zahlreiche lokale Sponsoren konnten gewonnen werden, die dieses großartige Projekt unterstützen. Britta Gerhard ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Kinderhospiz. Sie hält engen Kontakt zur Veranstaltungsorganisation und kann mit ihrer Erfahrung viele gute Tipps und Hinweise geben. Allen Initiatoren gemeinsam ist ein unerschütterlicher Optimismus. "Wir erwarten eine ausverkaufte Stadthalle", so Georg Spielmann.

Wulf Dorn begann 2009 seine Schriftstellerkarriere mit seinem Debüt "Trigger", der binnen weniger Wochen zum Bestseller wurde. 2010 erreichte "Trigger" unter dem Titel "La Psichiatra" auf Anhieb die Top Ten der italienischen Bestsellerliste und gehört mit über 100.000 verkauften Exemplaren in nur zehn Wochen zu den erfolgreichsten Debütromanen in Italien. Weitere Romane festigten Dorns Ruf als "Meister des Mysteriösen" (Bayerischer Rundfunk).

Im Frühjahr 2012 erschien Dorns erster Jugendroman "Mein böses Herz". In diesem Jahr machte Dorn zudem einen großen beruflichen Schritt. Er ist nun freier Schriftsteller und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Ulm. Während der Sommermonate schreibt er in seinem Garten unter Obstbäumen, wo dem leidenschaftlichen Naturliebhaber und Tierfreund mehrere Katzen (und neuerdings ein Igel) Gesellschaft leisten.

Arno Strobel sagt von sich, dass in seiner Biographie nichts normal verlaufen wäre. Einige Schul- und Jobwechsel und gern immer wieder mal etwas Neues in der Biographie. Strobel wohnt in der Nähe von Trier und arbeitet ganz bürgerlich bei einer großen Bank in Luxemburg als IT-Spezialist. 2007 hatte er seine Premiere als Buchautor. Zunächst im Selbstverlag erschien "Magus - Die Bruderschaft". Und der Magus wurde zum Türöffner in die großen Verlage. Seitdem sind drei weitere Titel auf dem Markt, ganz aktuell "Das Skript".

Sebastian Fitzek gilt vielen als der König der deutschen Spannungsliteratur. Seinen überragenden Ruf im Kreis festigen bereits drei Lesungen. Aber was heißt bei Fitzek schon Lesung. Er erzählt von sich, von seiner Arbeit, von seinem Leben von seinen Büchern. Seine Thriller sind harte Kost und Filetstücke für Spannungsliebhaber. Die Bühne aber scheint seine heimliche Heimat zu sein. Da ist er der charmante und köstlich unterhaltsame Liebling aller Schwiegermütter und mehr Kabarettist als Gruselautor.

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