
Burbach, 21.02.2010 01:30 Uhr
Der Verein "Helfende Hände Burbach" verfügt seit Oktober 2008 über die Anerkennung für sogenannte "niedrigschwellige Betreuungsangebote". "Erforderlich ist diese Anerkennung, damit Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz, wie es im Verordnungsdeutsch heißt, solche von den Helfenden Händen erbrachten Leistungen gegenüber der Pflegekasse geltend machen können", erläutert Vereinsvorsitzende Margarete Bernhardt.
Diesen zusätzlichen Anspruch haben Menschen mit Demenz, Menschen mit geistiger Behinderung und Menschen mit psychischen Erkrankungen seit Juli 2008. Diese Leistungen werden allerdings nicht bar ausgezahlt, sondern können nur gegen Vorlage der Rechnungen mit der Krankenkasse abgerechnet werden".
Ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot zeichne sich dadurch aus, dass besonders geschulte und vorbereitete Helferinnen eingesetzt werden, um dementiell erkrankte Menschen und ihre Angehörigen zu unterstützen, zu fördern und zu begleiten", hebt Einsatzleiterin Tanja Von der Heiden-Zöllner hervor: "Bei den Helfenden Händen in Burbach haben inzwischen 16 Mitarbeiterinnen die notwendige Qualifikation erworben und weiteren sechs Helferinnen wird der Verein die Ausbildung für den Umgang mit Demenz in diesem Jahr ermöglichen". Runde Tische für die Helferinnen und qualitätssichernde Fortbildungen würden darüber hinaus regelmäßig durchgeführt".
In Deutschland leiden etwa eine Million Menschen an Demenz. Rund 70 Prozent der Erkrankten werden zu Hause betreut. Die Betreuung demenzkranker Menschen erfordert viel Zeit, Geduld und Liebe; sie stellt alle Beteiligten täglich vor neue Herausforderungen. Der Pflegealltag fordert insbesondere den Angehörigen eine große Menge an Verständnis für die Persönlichkeitsveränderungen der Betroffenen ab und zehrt nicht selten an ihren physischen und psychischen Kräften.
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