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Vor großem Schaden bewahrt

Altenhellefeld, 01.02.2012 01:45 Uhr

Ein gelun­genes Anto­nius Patro­nats­fest feierten die Alten­hel­le­felder Bürger mit zahl­rei­chen Gästen nach dem Namenstag des heiligen Anto­nius, in ihrem gemüt­li­chen Bürger­haus. Höhe­punkt war die jähr­liche Spende, die auf einem rund 100 Jahre alten Gelöbnis beruht.

Der Tag begann zunächst mit einer Messe mit Pastor Richard Klamann. Danach begrüßte Ortsvorsteher Willi Vogt alle Gäste im Bürgerhaus und gab Informationen zur Kapelle. Diese muss im Innenraum am Fußboden an der Wand entlang mit einem 12 Zentimeter breiten Streifen versehen werden, um eine besseren Klimatisierung zu erreichen und eine Kältebrücke zu beheben, um so den guten Zustand der Kapelle zu erhalten.

Besucht wurde das Patronatsfest auch vom Radio Sauerland-Moderator Patrick Feldmann, der eingeladen war, um eine Geldspende für die "Aktion Lichtblicke" entgegen zu nehmen.

Bauern beteten in der Not zu Gott

Die Spende kam am Christi Himmelfahrtstag zusammen - beim traditionellen, halbstündigen Mittagsgeläut, das auf einem alten Gelöbnis beruht: Vor etwa 100 Jahren tobte ein mehrtägiges schweres Gewitter über den Ortschaften des "Alten Testamentes". Leib und Leben der Menschen und auch die Häuser und Feldfrüchte waren in großer Gefahr. Die Altenhellefelder Bauern beteten in ihrer Not zu Gott und versprachen, sich zu revanchieren, falls er sie vor größerem Schaden bewahren würde. Das Gewitter ging vorüber und seitdem spendeten die Altenhellefelder am Christi Himmelfahrtstag für die Bedürftigen des Ortes. Sie brachten Eier, Brot und andere Naturalien in die St. Antonius-Kapelle und zwar in der Zeit, in der die Glocke nach dem Mittagsgeläut weitergeläutet wurde. Das war zu Beginn eine ganze Stunde, wurde aber im Laufe der Jahre aufgrund zurückgehender Teilnahme der Bürger auf eine halbe Stunde reduziert. Auch die Art der Spende änderte sich im Laufe der Zeit. Da auf Naturalien nicht mehr so viel Wert gelegt wird, brachten die Menschen nun Geld.

So kamen im letzten Jahr auf Christi Himmelfahrt 150 Euro zusammen. Dies wurde während des Antoniusfestes dann durch eine Kollekte und einer Spende auf 200 Euro aufgestockt. Patrick Feldmann gab nach der Übergabe Informationen zu der "Aktion Lichtblicke". Nach dem Mittagessen wurden dann Bilder vom 775-jährigen Dorfjubiläum mit der Altenauer Blaskapelle im vergangenen Jahr gezeigt.

 


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