
Bestwig, 08.02.2012 01:30 Uhr
Üwen Ergün ist immer mit dabei, wenn es an der Realschule Bestwig um soziale Projekte und Themen geht. Jetzt tritt der 15-jährige Ramsbecker an, um im nächsten Jahr deutschlandweit Juniorbotschafter für Unicef zu werden.
Juniorbotschafter machen auf die Rechte von Kindern aufmerksam. Üwen Ergün hat dafür eine Ausstellung organisiert, die jetzt zwei Wochen lang im Bestwiger Rathaus zu sehen ist.
Er hat alle Klassen seiner Realschule ermutigt, Bilder zum Thema Kinderrechte zu malen. Jetzt wurde die Ausstellung eröffnet.
"Ihr zeigt ein vorbildliches Engagement für Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind", sagte Bürgermeister Ralf Péus. Schulleiterin Karin Borggrebe fügte hinzu: "Jeder, der sich für soziale Fragen und andere Menschen einsetzt, gewinnt an Mut, Herzenswärme und Rückgrat und macht einen kleinen Schritt in eine bessere Welt."
Üwen Ergün will diesen Schritt gehen. Für Unicef verkauft er mit großem Erfolg Grußkarten und bedankt sich bei den Käufern: "Durch den Kauf von Grußkarten konnte in Ostafrika schon gegen die Hungersnot angegangen werden.
Ebenso kann Unicef auch in Ländern helfen, für die es sehr schwer ist, Spenden zu bekommen." So möchte sich Üwen Ergün um die hygienischen Bedingungen und die Wasserversorgung von Kindern in der Türkei kümmern, falls er von der Jury in der Frankfurter Paulskirche zum Botschafter bestimmt wird.
Die Ausstellung in Bestwig ist Teil des 25-jährigen Jubiläums der Unicef-Arbeitsgruppe im Sauerland. Sprecherin Ingrid Halbe erinnerte an die verbrieften Rechte in der UN-Kinderrechtskonvention: "Alle Kinder, gleich welcher Nation, Abstammung, Religion oder sozialen Schicht, haben die gleichen Rechte."
Immer noch müsse man aber weiter an der Verwirklichung dieser Rechte arbeiten. Üwen Ergün wird versuchen, mit seiner Arbeit dieses Ziel zu erreichen.
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