
Hilchenbach, 31.01.2010 02:00 Uhr
Ein unglaubliche Geschichte, die bei den momentan herrschenden Temperaturen leicht tödlich hätte enden können, fand am Mittwoch in Hilchenbach doch noch einen guten Ausgang.
Alles begann damit, dass ein 83-jähriger Mann um 16 Uhr von einem Taxi an einem Altenheim in Helberhausen abgeholt und zu seinem Nachhause in Vormwald gefahren werden sollte. Da der Senior jedoch irrtümlich davon ausging, dass ihn das Taxi bereits eine Stunde früher abholen würde, machte er sich um 15 Uhr - als das Taxi nicht eintraf - zu Fuß über Wanderwege auf seinen Nachhausewege nach Vormwald. Als der Taxifahrer vereinbarungsgemäß um 16 Uhr bei dem Altenheim eintraf, war der 83-Jährige daher nicht mehr da.
Der besorgte 35-jährige Taxifahrer machte sich nun mit seinem Taxi auf die Suche nach dem "Vermissten". Nachdem er die Strecke von Helberhausen bis nach Vormwald erfolglos abgefahren hatte, verhielt der Taxifahrer sich goldrichtig: Er meldete den Senior kurzerhand um kurz nach 17 Uhr bei der Leitstelle der Polizei als vermisst. Die Polizei leitete in Anbetracht der herrschenden Außentemperaturen und der bereits eingesetzten Dämmerung sofort umfangreiche Suchmaßnahmen nach dem 83-Jährigen ein. Unter anderem machten sie so mehrere Streifenwagen der Kreuztaler Polizeihauptwache sowie des Netphener Bezirksdienstes auf die Suche nach dem Vermissten. Außerdem wurde noch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera angefordert und traf gegen 18 Uhr im Einsatzraum ein.
Aufgrund der herrschenden Schneeverhältnisse war ein Befahren der Wanderwege mit dem Streifenwagen der Polizei jedoch kaum möglich. Glücklicherweise bot aber die Feuerwehr Helberhausen ihre Hilfe bei der Suche nach der vermissten Person an. Ein spezieller Einsatzleitwagen der Feuerwehr war nämlich mit Schneeketten bestückt und konnte - im Gegensatz zu den Streifenwagen der Polizei - auch die Feld- und Waldwege von Helberhausen nach Vormwald befahren.
Im Verlauf der intensiven Suchmaßnahmen nach dem Vormwalder meldete sich dann eine aufmerksame Zeugin bei der Polizei, die den Senior nachmittags zuletzt gesehen hatte, wie dieser in Richtung Wanderweg nach Vormwald gegangen sei. Daraufhin konzentrierte die Polizei ihre Suchmaßnahmen auf diesen Bereich.
An einer etwa einen Kilometer vor Vormwald gelegenen verschneiten Steigung hieß es dann aber selbst für das Spezialfahrzeug der Feuerwehr: "Nichts geht mehr". So begaben sich ein Feuerwehrmann und ein Polizeihauptkommissar vom Bezirksdienst Netphen zu Fuß auf eine Anhöhe hinauf und konnten von dort aus plötzlich leise Hilferufe wahrnehmen. An einer Weggabelung fanden die beiden Retter schließlich den vermissten 83-Jährigen - mit den Beinen in einem mit Schnee gefüllten Graben fest steckend. Der Senior war noch ansprechbar, zitterte aber und war augenscheinlich unterkühlt. Nachdem es den beiden Rettern gelungen war, den Senior aus dem Graben zu befreien, wurde er gegen 19 Uhr mit dem Feuerwehrfahrzeug zunächst zur Feuerwehrwache Helberhausen, und von dort aus schließlich mit dem Rettungswagen ins Kredenbacher Krankenhaus gebracht.
* Bitte halten Sie sich an die Netikette und vermeiden persönliche Anschuldigungen, Beleidigungen und Ähnliches. Verbreiten Sie außerdem keine Unwahrheiten, Vermutungen, Gerüchte sowie rufschädigende oder firmeninterne Informationen. Beachten Sie die Rechte Anderer und urheberrechlich geschützter Quellen. Bei rechtlichen Verstößen haften Sie in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Ihre IP-Adresse und Ihren Provider zu speichern. Mit dem Speichern Ihres Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regelungen einverstanden.
- Die große Wochenzeitung im Sauerland