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    Wahrheit oder Wahnsinn?

    Sauerland, 02.09.2010 13:18 Uhr

    Hoch­sau­er­land. Durch umstrit­tene Äuße­rungen in seinem aktu­ellen Buch "Deutsch­land schafft sich ab" hat Thilo Sarrazin in den vergan­genen Tagen für Diskus­si­onss­toff gesorgt. Dass viele Migranten sich nicht in die deut­sche Gesell­schaft inte­grieren wollten, ist nur einer seiner dort geäu­ßerten Vorwürfe.

    Thilos Sarrazins Äußerungen sorgen für Diskussionen

    Auch durch seine Aussage, alle Juden würden ein bestimmtes Gen teilen, geriet er in die Kritik. Zur Person: Thilo Sarrazin ist seit 1975 im öffentlichen Dienst tätig, war von 2000 bis 2001 bei der Deutschen Bahn AG, daraufhin war er sieben Jahre Finanzsenator im Berliner Senat. Seit Mai 2009 ist er Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank. Schon in den vergangenen Jahren sorgte er für Aufsehen durch provokante Äußerungen über Studenten, Hartz IV Empfänger, Beamte und Migranten.

    Bereits die bisher erschienen Textpassagen seines Buches spalten nun das Land. Der SPD Vorsitzende Sigmar Gabriel legte Sarrazin inzwischen den Austritt aus der Partei nahe. Sarrazins aktueller Arbeitgeber, die Deutsche Bundesbank, möchte ebenfalls nicht mehr mit ihm zusammen arbeiten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich gegenüber den Medien, dass Sarrazins Thesen nicht hilfreich dabei seien, bei der Integration voran zu kommen.

    Was denken Sie, liebe Leser? Trifft Thilo Sarrazin mit seinen scharfen und provokanten Äußerungen den eigentlichen Kern, aber mit dem falschem Ton? Das heißt, können Sie seine Kritikpunkte nachvollziehen? Wurde es Zeit, dass jemand so deutlich wird? Oder ist Sarrazin in Ihren Augen ein verletzender Provokateur, der seine Thesen einfach für sich behalten sollte?

    Schreiben Sie uns Ihre Meinung! Einfach per E-Mail an kiwi@sauerlandkurier.de, per Post an den KurierVerlag Lennestadt, Kölner Straße 18, 57368 Lennestadt.

     


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    4 Kommentare »
     
    05.09.10 16:03 Uhr
    Anonym
    Thilo Sarrazin
    Herr Sarrazin hat den Kern der Sache getroffen, aber einfach zu scharf formuliert!!
    05.09.10 12:43 Uhr
    Dirk
    Unangenehme Themen aufgreifen und handeln
    Herr Sarrazin hat ein heisses Thema angesprochen das unseren Politikern nicht in ihre Heile-Welt-These passt!Was dort in Sachen Integration angesprochen wurde entspricht schon in vielen Dingen der Wahrheit,da unsere Herren Politiker aber schon seid Jahren in einem Paralelluniversum leben möchten Sie dies nicht wahr haben!Multi-Kulti ist schon seid vielen Jahren gescheitert!Warum wohl wehren sich unsere sogenannten Volksvertreter gegen Bürger oder Volksentscheide?Wir sollten doch wohl selbst entscheiden dürfen ob wir in unserer Nachbarschaft eine Moschee haben möchten oder nicht,nicht irgendwelche Politiker die weit ab vom Schuß leben!Wenn diese so überzeugt sind von der erfolgreichen Integration sollten Sie doch einfach mal für 6 Monate in die Problemregionen ziehen und Tür an Tür selbst Ihre Erfahrungen sammeln!
    Bequemer ist es jedoch unliebsame Querdenker politisch Mundtot zu machen!
    05.09.10 10:57 Uhr
    Dan Sauerland
    Eigenes Urteil bilden
    Tatsache ist, dass es Männer gibt, die ihre Frauen nur zum Einkaufen aus dem Haus lassen, dass diese Frauen kein Deutsch lernen können und sollen, dass Mädchen getötet wurden, weil sie zu unislamisch oder einfach zu deutsch lebten, dass Mädchen ins Ausland geschafft werden, um sie dort zwangszuverheiraten, dass man noch nie von christlichen Hasspredigern gehört hat (einige verborte Prediger winziger Sekten wahrscheinlich ausgenommen), dass es in Deutschland zahlreiche Moscheen gibt, in denen man dem islamischen Glauben nachgehen kann, in der Türkei (z.B.) kaum entsprechende Möglichkeiten für Christen, teilweise nur unter Lebensgefahr, u. s. w.
    Sollsich doch jeder ein eigenes Urteil über die Grundzüge von Herrn Sarazins Aussagen bilden, von der Form ganz abgesehen
    02.09.10 13:50 Uhr
    alter Genosse
    Das muß eine Partei aushalten, die Volkspartei sein will
    Wenn Sarrazin aus der SPD ausgeschlossen werden sollte, trete ich aus der Partei aus, der ich seit vier Jahrzehnten angehöre.
    Vom Sozialen hat sich die "sozial-demokratische" Partei Deutschlands bereits unter Schröder weitgehend verabschiedet. Jetzt also auch noch von (innerparteilicher) Demokratie und Meinungsfreiheit. Nein, nicht mit mir!


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