
Freudenberg, 08.02.2012 02:15 Uhr
Die Sorgen um den Fortbestand des Gambachsweihers werden immer größer. Am kommenden Mittwoch (17 Uhr, Rathaus) ist er mal wieder Thema im Bau-und Verkehrsausschuss.
Das idyllische Kleinod im Gambachtal wird sich wohl in den kommenden Jahren radikal verändern. Der Gambach, aus dem sich der 11.000 Quadratmeter große Weiher speist, führt zu wenig Wasser: Die Folge: Sedimente lagern sich ab, der Weiher droht zu verlanden. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Standsicherheit des Damms unter Umständen nicht mehr gewährleistet ist.
Bereits im Juli vorigen Jahres stellte ein Ingenieurbüro aus Neunkirchen ein Konzept vor, dass die Verlandung des Gambachsweihers verhindern sollte. Demnach könnte der Bachlauf komplett an der Ostseite vorbeigeführt und der Weiher nur über einen Zulauf versorgt werden. Der Bach würde so wieder ökologisch durchgängig, die Verschlammung des Weihers würde größtenteils eingedämmt.
Inzwischen steht allerdings fest, dass die etwa 400.000 Euro teure Maßnahmen weder direkt aus den gewässerbaulichen Förderprogrammen noch über das Regionale-Projekt "59 plus X Wasserorte" gefördert werden kann. Bleibt als Alternative noch die "naturnahe Umgestaltung", die unter anderem eine mäandrierende Bachlaufgestaltung mit Tümpeln und Flachwasserzonen vorsieht, durch den sich langfristig ein Biotopbereich entwickeln würde. Mit der Weiherfläche ginge dabei auch die Nutzung für Angler verloren. Nach groben Schätzungen der Verwaltungen dürften auch diese Arbeiten mit rund 150.000 Euro zubuche schlagen, von denen derzeit noch 80 bis 90 Prozent gefördert würden. Während die "große" Lösung sowohl durch den geringen ökologischen Nutzen als auch mangels Förderung kaum realisiert werden dürfte, hält die Verwaltung die Schaffung eines Biotops aus ökologischer und finanzieller Sicht für sinnvoll.
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