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Winterbergs Feuerwehrautos fahren virtuell durch die Welt

Winterberg, 12.12.2006 17:00 Uhr (jti)

Winter­berg. Feu­er­wehr­autos aus Winter­berg sind in der ganzen Welt unter­wegs – zu­min­dest in der virtu­ellen. Auf tausenden Compu­tern retten ­Lösch­fahr­zeuge mit dem Winter­berger Stadt­wappen und Fahr­zeuge des Ret­tungs­dienstes bei dem Notfall-Simu­la­ti­onss­piel „E­mer­gen­cy4“ Häuser und ganze Städte vor den Flammen und bei sons­ti­gen rea­lis­ti­schen Notfällen. Der Webde­si­gner und frei­wil­lige Feuer­wehr­mann aus Winter­berg, Danny Homm, hat seine Heimat­stadt bei vielen ­Com­pu­ter­spie­lern rund um den Globus bekannt gemacht.

Notfall-Simulationsspiel brachte 3500 Euro für Kinderhospiz in Olpe ein

„Ich kann die Stunden gar nicht mehr zählen, die mein Team und ich
dafür vor dem Bildschirm gesessen haben“, erklärt Homm. Die Kreationen aus seinem Büro stellte er dann ins Internet, so dass sich auch andere Spieler die Fahrzeuge in ihrer virtuellen Rettungsleitstelle bereitstellen konnten. „Weil viele wissen, dass dies mit einem großen Zeitaufwand verbunden ist, habe ich einen Spendenaufruf gestartet.“ Mehrere zehntausend Spieler weltweit haben das Angebot des 30-Jährigen
genutzt. Winterberger Löschfahrzeuge seien jetzt unter anderem auf Computern in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kanada, Australien, Brasilien und Hongkong unterwegs. Mehr als 150 Spieler nutzten die kostenlose Offerte nicht nur, sondern haben eine Spende auf das Konto
zu Gunsten des Kinderhospizes Balthasar in Olpe überwiesen.

„Dabei sind mehr als 3200 Euro zusammen gekommen“, freut sich Homm und dankt allen, die bisher gespendet haben. Und noch mehr freut er sich, dass seine „echten“ Feuerwehrkollegen spontan bereit waren, sich an der
Aktion zu beteiligen. Am Tag der offenen Tür des Löschzuges Winterberg wurden ebenfalls Spenden gesammelt, wodurch der Gesamtbetrag auf 3500 Euro aufgerundet werden konnte. Das Geld wurde beim Tag der Offenen Tür des Kinderhospizes übergeben. Neben Homm war auch der stellvertretende
Leiter der Feuerwehr, Günter Braun, dabei: „Wir sind stolz, dass unser Stadtwappen durch die Aktion weltweit bekannt geworden ist“. Dass damit noch Gutes getan wird, freut den Feuerwehrmann besonders: „Retten und Helfen ist unser erster Auftrag.“ Aber vor der Arbeit, die im Kinderhospiz geleistet wird, ziehen Homm und Braun den Hut: „Wenn
medizinisch nicht mehr zu helfen ist, diesen Kindern noch Wünsche erfüllen und ihre Angehörigen zu entlasten und zu unterstützen, das verdient unser aller Respekt“. Homm hofft, dass weitere Spieler auf seine Spendenaktion stoßen, denn die Modifikation wird ständig weiterentwickelt. „Dann gibt es hoffentlich im kommenden Jahr wieder einen Scheck“. Der Webdesigner hat noch weitere Ideen, um mit seinem
Hobby das Kinderhospiz zu unterstützen. „Ich plane, dass mit der nächsten Version nicht nur Fahrzeuge, sondern auch einige Änderungen heruntergeladen werden können. Dann könnten Geschäftsleute beispielsweise gegen eine Spende mit einer Bus- oder Leuchtreklame in der virtuellen Stadt werben.“ Infos unter www.winterberg-mod.com.

 


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