
Schmallenberg, 12.02.2012 01:30 Uhr
"Wir können positiv auf das Geschäftsjahr 2011 zurückblicken." So lautete das Fazit von Peter Vogt, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Schmallenberg, im Rahmen des Bilanzpressegespräches. Zuwächse waren vor allem im Kreditgeschäft und im Wertpapiersektor zu verzeichnen. Das Kundengeschäftsvolumen beläuft sich auf rund 554, die Bilanzsumme Ende 2011 auf 384 Millionen Euro.
Trotz des "Damoklesschwertes" Euro-Krise und schwankender Kapitalmärkte sei die Stadtsparkasse Schmallenberg auch dank eines regional ausgerichteten Geschäftsmodells und der intakten heimischen Wirtschaft gut aufgestellt. Die nachhaltige Förderung des Standortes Schmallenberg, seiner Bürger und Unternehmer habe die geschäftliche Entwicklung der Stadtsparkasse Schmallenberg im Jahr 2011 geprägt. So kam es zu einem Zuwachs der Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbstständige um etwa 19 Prozent auf mehr als 22 Millionen Euro. Wichtige Faktoren seien dabei die gute Konjunktur und die damit verbundenen Investitionen gewesen.
Auch auf dem Privatsektor investierten die Bürger kräftig in den Wohnungsbau (rund 12 Millionen Euro). Weitere 2 Millionen Euro Euro kamen im Bereich energetische Baumaßnahmen an privaten Immobilien hinzu - ein Zuwachs von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Die an die gewerblichen und privaten Kunden ausgereichten Kredite summierten sich zum 31. Dezember 2011 auf 210 Millionen Euro", zeigte sich Vorstandsmitglied Anja Deinzer zufrieden mit dem Ergebnis im Bereich Kreditgeschäft.
Rund 262 Millionen Euro haben die Kunden der Sparkasse als Einlagen anvertraut. "Zusätzlich werden rund 76 Millionen Euro in Kundendepots in Wertpapieren und Investmentfonds verwaltet", so der Vorstand. Zufrieden zeigte sich Deinzer mit den Umsätzen, die im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gestiegen seien. "Im Wertpapiersektor haben wir wieder erheblich mehr Umsatz", so Vogt - trotz Euro-Krise. Geldanlagen mit kurzer Laufzeit wie Tagesgeld oder Sparkassen-Zuwachssparen haben dabei an Bedeutung gewonnen.
Auch im Bereich der Vorsorge gab es einen Zuwachs. So wurden im Geschäftsjahr 2011 Lebensversicherungen mit einer Beitragssumme von mehr als 7 Millionen Euro von den Kunden abgeschlossen (plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Zudem wurden Bausparkonten mit einer Summe von fast 8 Millionen Euro eröffnet.
Unter der Prämisse "nachhaltig und gemeinsam handeln" biete die Stadtsparkasse mit dem Sparkassen-Finanzkonzept eine ganzheitliche Kundenberatung an. "Hieran werden wir auch weiter arbeiten", so Deinzer. So sei bei einer erstmals vorgenommenen externen Testkaufstudie das Ergebnis "ausgezeichnete Beraterqualität" bescheinigt worden. Das gute Jahresergebnis werde getragen von den 79 Mitarbeitern und 4 Auszubildenden. Sie betreuen mehr als 10.000 Kunden an sieben Standorten. Auch weiterhin solle in die Zukunft investiert werden, durch Fortbildung und Ausbildung. So starten am 1. August drei neue Azubis, auch die Suche für 2013 laufe bereits. "Wir unterstützen das SUZ-Projekt Fokus Schule + Wirtschaft", möchte Vogt den Nachwuchs in der Region halten.
Unter dem Leitsatz "Geld aus der Region für die Region" haben Stadtsparkasse und die Bürgerstiftung der Stadtsparkasse 2011 mehr als 190.000 Euro in Form von Spenden und Sponsoring an Vereine, kirchliche oder soziale Einrichtungen gespendet. Schwerpunkt war die Kulturförderung in Schmallenberg mit rund 70.000 Euro.
Die Entwicklung werde wohl nicht so dynamisch wie 2011. "Wir gehen aber von einer stabilen Entwicklung aus", wagte Vogt einen positiven Ausblick auf 2012.
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