Gewinneinbruch bei Energieriese Eon

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Eon-Chef Johannes Teyssen verzeichnet einbrechende Gewinne.

Düsseldorf - Beim deutschen Energieriesen Eon brechen die Gewinne ein. Nicht nur der Atomausstieg soll schuld daran sein, dass bei Eon trotz Umsatzplus die Überschüsse schrumpfen.

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Deutschlands größter Energiekonzern Eon verdaut weiter die Folgen des Atomausstiegs und des verschärften Wettbewerbs. Die Abschaltung mehrerer Atomkraftwerke, ein schwächeres Gashandelsgeschäft sowie Probleme in Großbritannien belasteten in den ersten neun Monaten den Konzern, bei dem derzeit 11 000 Arbeitsplätze vor dem Aus stehen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, stieg zwar der Umsatz um 21 Prozent auf 77,5 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank aber um 39 Prozent auf 6,553 Milliarden Euro.

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Der unter anderem um Bewertungseffekte bereinigte Überschuss fiel gar um 64 Prozent auf 1,585 Milliarden Euro. Die im Sommer gesenkte Prognose für das Gesamtjahr beließ Eon unverändert. Eon bestätigte auch Dividendenpläne, die für 2011 eine Ausschüttung von einem Euro je Aktie vorsehen. Der Konzern ist als bisher größter deutscher Atomstromproduzent besonders betroffen von der Entscheidung zum Atomausstieg in Deutschland.

dpa

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