Gegen Misshandlung von Tieren

So will Frankreich künftig Schlachthöfe überwachen

Paris - Tierschützer hatten in der Vergangenheit öfter heimlich Videos gefilmt, die bewiesen, dass Tiere in Frankreich ohne Betäubung getötet werden. Jetzt reagiert die Politik darauf.

Mit der Videoüberwachung von Schlachthöfen wollen französische Parlamentarier gegen die Misshandlung von Kühen, Schweinen oder Hühnern vorgehen. Ein Untersuchungsausschuss der Nationalversammlung forderte am Dienstag, die Kameras verpflichtend einzuführen. Zudem verlangten die Abgeordneten, beim rituellen Schächten von Tieren eine Form der Betäubung vorzuschreiben.

Der Ausschuss legte insgesamt 65 Vorschläge vor. Er reagierte damit unter anderem auf heimlich gefilmte Videos von Tierschützern, in denen zu sehen ist, wie Tiere ohne ausreichende Betäubung geschlachtet werden. Neben den Kameras fordern die Abgeordneten auch bessere Kontrollen der Schlachthöfe durch Tierärzte und Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums.

Zudem soll auch für das Schächten von Tieren nach jüdischen oder muslimischen Vorgaben eine Betäubung empfohlen werden. Rituell erfolgt das Schlachten ohne Betäubung, da das Fleisch sonst als unrein gilt.

AFP

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