Bewertungsverfahren

Intransparent? Schufa weist Kritik zurück

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Die Schufa steht nicht zum ersten Mal in der Kritik.

Wiesbaden - Die Kreditauskunftei Schufa hat einen Bericht des Radiosenders NDR Info zurückgewiesen, sie teile den Verbrauchern nicht alle über sie gespeicherten Daten mit.

Die Schufa habe bereits im Jahr 2010 ihre Bewertungsverfahren „inklusive der verwendeten Variablen allen Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes offengelegt“, teilte Deutschlands größte Auskunftei am Donnerstag mit. Damals habe es keine Beanstandungen an dem Verfahren gegeben.

NDR Info hatte unter Berufung auf ein vertrauliches Dokument berichtet, dass die Schufa in ihre Bewertungen unter anderem einfließen lasse, wie lange jemand schon unter seiner aktuellen Adresse wohne. Dies teile die Auskunftei Verbrauchern auf Nachfrage aber nicht mit, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet sei. Ein möglicherweise falsches Einzugsdatum könne somit nicht korrigiert werden.

In der Stellungnahme der Schufa heißt es dazu, bei der 2010 erfolgten Offenlegung seien „Beanstandungen an der Verwendung dieses Datums oder Zweifel an der Prognosegüte“ nicht geäußert worden. Der hessische Datenschutzbeauftragte habe der Schufa zudem im Januar bestätigt, ihr Verfahren sei ausreichend transparent.

dpa

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