
Westheim, 09.10.2011 01:30 Uhr
"Es ging alles recht einfach -wir haben bei der Stadt angefragt und schon konnten wir mit unserem Schulgarten starten", freut sich Heike Blühdorn, Leiterin des Betreuerteams der Offenen Ganztagsschule an der Egge-Diemel-Schule in Westheim. Und 23 Kinder freuen sich bereits jetzt auf die erste Ernte im nächsten Jahr.
In den Sommerferien fiel dann der Startschuss zu dem neuen Schulgarten, der seinen Platz zwischen neuem und altem Grundschulgebäude gefunden hat. Die Initiative, Idee und Planung gingen vom fünfköpfigen Betreuerteam der Offenen Ganztagsschule aus. Vieles wurde gemeinsam in Eigenleistung geschultert. Die Stadt Marsberg spendete dazu eine Ladung Rindenmulch. Zudem freuten sich Betreuer und die 23 Kinder über Pflanzenspenden mancher Eltern oder aber über eine selbst gepflasterte Feuerstelle, die in den Herbstferien mit zünftigem Stockbrotbacken eingeweiht werden soll.
Zwar gibt es momentan noch nicht allzu viel im Garten zu entdecken, doch steckt bereits einiges an Arbeit darin. So musste zunächst umgegraben werden, Johannisbeer- und Himbeersträucher gepflanzt und Zwiebeln für die ersten Frühlingsblüher wie Tulpen, Osterglocken und Perlhyazinthen eingesetzt werden. "Damit es schon ein wenig blüht, haben wir direkt ein paar Stauden gesetzt", ergänzt Heike Blühdorn.
Besonders ins Auge fallen ein paar kniehoch bepflanzte Quadratmeter: Rapspflanzen. "Die stehen hier zur Düngung des Bodens und damit die Erde nicht bis zum Frühjahr zukrautet", erklärt Heike Blühdorn. Denn im Frühling - sobald das Wetter es zulässt - wird der Raps Kartoffeln weichen. Auch Kürbispflanzen soll es geben und Möhrensamen wird ebenfalls seinen Platz im Beet finden. Auf einem kleineren Feld im Hintergrund sind bereits Erdbeerpflanzen zu sehen.
Und wenn dann die Vorarbeit mit Spaten, Hacke und Gießkanne getan ist, freuen sich schon alle auf die Ernte.
Die Zwillinge Denise und Jolina aus der zweiten Klasse mögen es, wenn dann alles grünt und blüht, aber besonders, wenn die Erdbeeren im nächsten Sommer reif sind. Marina aus der 2a und Gesine aus der 1c sind sich schnell einig: "Wir wünschen uns Sonnenblumen." Die wird es auch geben, verspricht Heike Blühdorn, die mit ihrem Team nicht nur die Gartenarbeiten an die Kinder vermitteln möchte, sondern auch mit der hoffentlich reichhaltigen Ernte einiges anzustellen weiß.
"Kartoffeln werden nicht nur weiter verarbeitet, sondern auch für Kartoffeldruck verwendet", erzählt sie. Im Herbst werden Kürbisse ausgehöhlt und natürlich sollen aus den Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren auch leckere Sachen wie Marmeladen oder Kuchen entstehen. Kreativität und gemeinschaftliches Erleben stehen dabei im Mittelpunkt.
Ob sich die Begeisterung aller 23 Kinder für "ihren" Schulgarten auch als dauerhaft herausstellt? "Es wird sich mit der Zeit im nächsten Jahr zeigen, welche Kinder sich wirklich in der Schulgarten-AG engagieren möchten", sagt Heike Blühdorn. Vielleicht gehört auch Thea aus der 1a dazu, denn sie hat eine ganz einfache Meinung: "Ich finde den ganzen Schulgarten toll."
* Bitte halten Sie sich an die Netikette und vermeiden persönliche Anschuldigungen, Beleidigungen und Ähnliches. Verbreiten Sie außerdem keine Unwahrheiten, Vermutungen, Gerüchte sowie rufschädigende oder firmeninterne Informationen. Beachten Sie die Rechte Anderer und urheberrechlich geschützter Quellen. Bei rechtlichen Verstößen haften Sie in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Ihre IP-Adresse und Ihren Provider zu speichern. Mit dem Speichern Ihres Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regelungen einverstanden.
- Die große Wochenzeitung im Sauerland