
Brachbach, 11.12.2011 02:30 Uhr
"Zur Energiewende in Deutschland gibt es aus Gründen des Klimaschutzes und weltweit knapper werdender fossiler Ressourcen keine Alternative!" So lautete die zentrale Botschaft von Staatsministerin Margit Conrad bei einer energiepolitischen Veranstaltung in Brachbach.
Der SPD-Kreisverband Altenkirchen und der Ortsverein Brachbach hatten gemeinsam zur Diskussion über die Rolle der Kommunen beim Umstieg auf die erneuerbaren Energien in die Gaststätte "Bähnersch" eingeladen.
"Das Thema Energiewende gehört in die Kommunen, denn dort findet sie statt", erklärte Margit Conrad zu Beginn ihres Vortrags. Die Kommunen als große Immobilienbesitzer und Ressourcenverbraucher hätten dabei eine Vorbildfunktion. Diese verfügten über das Planungsrecht und die Kompetenzen, um den Prozess vor Ort bürgernah umzusetzen. Dazu sei es notwendig, zunächst die Potentiale an Erneuerbaren Energien in der Region zu erkennen.
In der Windkraft sah die ehemalige rheinland-pfälzische Umweltministerin die dominante Energieform der Zukunft. Denn diese sei bei der Stromerzeugung "konkurrenzlos günstig". Aufgrund der technischen Weiterentwicklung der Windkraftanlagen sei heute schon ein Preis von 4 bis 6 Cent pro Kilowattstunde möglich.
Erklärtes Ziel der Landesregierung sei es, bis zum Jahr 2030 den Strom zu 100 Prozent im Land selbst zu produzieren. Conrad, die heute als Bevollmächtigte des Landes die rheinland-pfälzischen Interessen im Bund und in Europa vertritt, schätzte, dass dazu etwa zwei Prozent der Landesfläche für die Windkraft zur Verfügung gestellt werden müsste. Nicht zuletzt seien Erneuerbare Energien auch eine wichtige Einnahmequelle für die Kommunen. Dies müsse aber auch vor Ort erkannt und entsprechend umgesetzt werden.
Margit Conrad verschwieg nicht, dass mit der Energiewende auch Nachteile für die Bevölkerung in Kauf genommen werden müssten.
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