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Hochsauerland: Medebach

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Zurück zu den Wurzeln

Medebach, 01.09.2010 01:45 Uhr

Im Rahmen des 125-jährigen Kolping-Jubi­läums in Mede­bach ist es dem Kolping­haus e.V. gelungen, EU-Mittel für die Einglie­de­rung junger Menschen in das Berufs­leben zu bekommen? und zwar für die Förde­rung vor Ort in Mede­bach.

Im HSK soll in Form sogenannter Mikroprojekte unter anderem eine Verbesserung der sozialen, schulischen und beruflichen Integration von jungen Menschen und der beruflichen Integration von Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben gefördert werden.

Unterstützt und begleitet werden diese Mikroprojekte von der Lokalen Koordinierungsstelle Hochsauerlandkreis und dem lokalen Begleitausschuss. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investition in die Humanres-sourcen.

Die Stadt Medebach hat als Schulträger festgestellt, dass gerade Hauptschüler, insbesondere mit Migrationsintergrund, Schwierigkeiten haben, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. Daher wird zurzeit die Maßnahme ProBe (Pro Berufsorientierung) in Kooperation mit dem HSK und dem Sozialwerk Sauerland durchgeführt.

Nachteile ausgleichen

Es ist davon auszugehen, dass gerade Schüler mit Migrationshintergrund trotz dieser Maßnahme weitere flankierende Hilfestellungen benötigen, um realistische Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu haben. Ziel der Zusammenarbeit zwischen Kolpinghaus e.V., Sozialwerk Sauerland, der Stadt Medebach und der Verbundschule Hallenberg-Medebach ist es, durch die Bildung eines sich ergänzenden Netzwerkes die beschriebenen Nachteile auszugleichen. Viele dieser Jugendlichen sind Besucher der "Kleinen Offenen Tür" (Jugendzentrum im Kolping-haus) unter Trägerschaft des Kolpinghauses Medebach e.V. Die Jugendlichen werden im Rahmen des Projekts von der betreuenden Sozialpädagogin der K.O.T. auf die Teilnahme am Mikroprojekt angesprochen und motiviert. Durch die Einbindung verschiedener Fachkräfte des Sozialwerkes Sauerland und des Kolpingbildungswerks soll durch das Angebot an einem zusätzlichen Nachmittag eine gezielte Förderung und individuelle Betreuung einschließlich Kontaktaufbau zwischen Jugendlichen und örtlichen Firmen erfolgen. Ziel des Projekts ist es, das Spektrum der infrage kommenden Berufe zu erweitern und die Berufswahlfähigkeit der Teilnehmer zu fördern. Die Nachhaltigkeit des Projektes wird durch eine weiterführende Begleitung der Jugendlichen auch nach Eintritt in eine BerufsAusbildung sichergestellt. Der Kolpingvorstand würde es begrüßen, wenn dieses Projekt auf eine breite Zustimmung stoßen würde, um letztlich ein dauerhaftes Netzwerk der örtlichen Hilfe zu etablieren, um die Region Medebach zu stärken.

 


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