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Affenpocken-Infektionen: Europäische Union liefert erste Impfstoffdosen aus

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Von: Karolin Schäfer, Sophia Lother, Lucas Maier, Delia Friess, Alina Schröder

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Tagtäglich werden weitere Fälle von Affenpocken weltweit gemeldet. Nun beginnt die EU mit ersten Auslieferungen der Impfstoffe. Alle Informationen im News-Ticker.

+++ 17.20 Uhr: Die Europäische Union hat mit der Auslieferung der ersten Impfstoffdosen gegen Affenpocken begonnen. „Ab heute treffen die ersten Impfstofflieferungen als Reaktion auf den Ausbruch der Affenpocken in den am stärksten betroffenen Ländern ein“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Dienstag (28. Juni). Zunächst sollen 5300 Dosen in Spanien eintreffen, danach werden Portugal, Deutschland und Belgien beliefert, so die EU-Kommission. Im Juli und August sollen weitere Mitgliedsländer mit Impfstoffdosen versorgt werden.

Die EU hatte Mitte des Monats rund 110.000 Impfstoffdosen der dritten Generation von dem Unternehmen Bavarian Nordic gekauft. Der Impfstoff soll den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und Island zur Verfügung gestellt werden. Die Dosen werden nach der Bevölkerungsgröße und der Zahl der Affenpockenfälle verteilt.

Affenpocken-Infektionen: Über 800 Fälle in Deutschland

Update von Dienstag, 28. Juni, 13.00 Uhr: Die Affenpocken-Infektionen in Deutschland liegen inzwischen bei über 800. Laut Robert Koch-Institut (RKI) haben sich in allen 16 Bundesländern inzwischen 838 Menschen angesteckt. Das RKI erwartet weitere Infektionen in den kommenden Tagen, betont jedoch: „Es scheint weiterhin möglich, den aktuellen Ausbruch in Deutschland zu begrenzen, wenn Infektionen rechtzeitig erkannt und Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt werden.“

Affenpocken
Diese elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt reife, ovale Affenpockenviren (l) und kugelförmige unreife Virionen (r). © Cynthia S. Goldsmith/Russell Regner/CDC/AP/dpa

Inzwischen hat das RKI seine Empfehlung für Kontaktpersonen von Affenpocken-Infizierten angepasst. Dabei geht es um die Prodromalphase. Die Krankheitsphase, die einem tatsächlichen Ausbruch vorausgeht. Sie äußert sich durch unspezifische Symptome wie beispielsweise Fieber, Kopf-, Muskel-, Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Das RKI betont nun, dass diese auch ausbleiben könnten. Hauptanzeichen können dann folglich erst die charakteristischen Hautveränderungen sein, welche die Stadien vom Fleck bis zur Pustel durchlaufen, bevor sie verkrusten und abfallen. Schon ab Beginn der Prodomalphase ist die mit Affenpocken infizierte Person laut RKI „vermutlich“ ansteckend.

Affenpocken: WHO-Chef „tief besorgt“ - Fälle in Deutschland nehmen zu

Update von Montag, 27. Juni, 12.30 Uhr: Die Zahl der Affenpocken-Infektionen steigt. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Aktuell sind insgesamt 765 Affenpocken-Fälle aus allen 16 Bundesländern ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt worden. Weltweit liegt die Zahl an Infektionen in Ländern, in denen das Virus nicht endemisch verbreitet ist, bei über 3200 Fällen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Charakteristische Symptome einer Affenpocken-Infektion
Abgeschlagenheit
Geschwollene Lymphknoten
Halsschmerzen
Husten
Plötzliches Fieber bis zu 40 Grad
Starke Kopf- und Gliederschmerzen
Quelle: Robert Koch-Institut / RKI

Affenpocken: WHO besorgt - doch Veranstaltungen sollen unverändert stattfinden

+++ 18.05 Uhr: Trotz der zunehmenden Verbreitung der Affenpocken können Musikfestivals und ähnliche Sommer-Veranstaltungen in Europa nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher unverändert stattfinden. Zwar können derartige Massenveranstaltungen eine „förderliche Umgebung“ für die Übertragung des Virus darstellen, sagte WHO-Expertin Amaia Artazcoz bei einem Webinar am Freitag. Dennoch empfehle die WHO bisher keine Absage oder Verschiebung von Festivals und Konzerten aufgrund von Affenpocken.

Affenpocken: Festival-Organisatoren sollen Besucher über Ansteckungsrisiko aufklären

Stattdessen forderte die WHO Festival-Organisatoren auf, Besucher aktiv über das Ansteckungsrisiko mit Affenpocken aufzuklären. Auf diese Weise könnten Ansteckungen rasch erkannt, eine weitere Übertragung verhindert und von Ansteckung bedrohte Menschen geschützt werden. „Wenn wir nichts tun, riskieren wir einen Anstieg der Affenpocken-Fälle in diesem Sommer“, warnte WHO-Vertreterin Sarah Tyler. In den kommenden Sommermonaten seien in Europa mehr als 800 Festivals geplant, bei denen hunderttausende Besucher aus zahlreichen Ländern aufeinandertreffen, sagte Tyler. Die meisten Besucher seien „hochgradig mobil und sexuell aktiv, und eine Anzahl von ihnen wird intimen Hautkontakt bei oder in zeitlicher Nähe zu diesen Veranstaltungen haben“. Daneben steigen auch die Corona-Fallzahlen wieder an.

Affenpocken: WHO-Chef „tief besorgt“ wegen Virus-Ausbreitung

Update vom Sonntag, 26. Juni, 14.00 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO zeigt sich weiter äußerst besorgt aufgrund der Ausbreitung des Affenpocken-Virus weltweit. Dennoch schreckt man in Genf weiterhin davor zurück, die Situation als „Notlage von internationaler Tragweite“ zu bewerten. Das ist das Ergebnis einer Tagung des Notfallausschusses, welcher aus Sorge über erneute Affenpocken-Infektionen kurzfristig einberufen wurde.

Zentrales Kriterium seien weiterhin die vulnerablen Gruppen, hieß es in einem Statement. Falls sich die Lage weiter verschlechtere, seien möglicherweise weitere Maßnahmen notwendig. Auch eine Virusveränderung, wie es im Fall des Coronavirus Sars-CoV-2 auftrat, ist demnach ein Szenario. „Ich bin tief besorgt über die Ausbreitung der Affenpocken, die nun in mehr als 50 Ländern nachgewiesen wurden“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Seit Anfang Mai habe es 3000 Fälle von Affenpocken-Ansteckungen gegeben. Um den Ausbruch nun einzudämmen, müssten Maßnahmen wie Überwachung, Kontaktverfolgung, Risiko-Kommunikation, Isolation, Behandlung und Impfungen verstärkt werden, betonte der WHO-Chef. Zudem sei eine verstärkte Erforschung des Virus nötig: Um das weltweite Risiko besser einschätzen zu können, müsse man mehr über die Symptome und die Ausbreitungswege der Affenpocken erfahren, so Ghebreyesus.

+++ 15.31 Uhr: Der weltweite Ausbruch von Affenpocken hält weiter an. Eine Studie aus Portugal zeigt nun, dass der Affenpocken-Erreger überraschend stark mutiert zu sein scheint. Bislang waren Forscherinnen und Forscher von einer eher langsamen Entwicklung des Affenpocken-Virus aus, vor allem im Vergleich zum Corona-Erreger.

Die Mutationsrate beim Affenpocken-Erreger sei „in der Tat überraschend hoch“, erklärte Richard Neher, Experte für die Evolution von Viren. Die meisten der Mutationen hätten allerdings „vermutlich keine dramatischen Auswirkungen“, schilderte der Wissenschaftler.

In Deutschland werden am Freitag (24. Juni) 676 Affenpocken-Fälle in 14 Bundesländern gemeldet. Innerhalb 24 Stunden kamen somit 84 Neuinfektionen dazu.

Affenpocken: Weltweit rund 5000 Infektionen – WHO berät über „Notlage“

Update vom Freitag, 24. Juni, 10.20 Uhr: Weltweit sind bislang rund 5000 Affenpocken-Infektionen gemeldet worden. In mehr als 40 Ländern außerhalb Afrikas, in denen Affenpocken bis Mai eher unbekannt waren, waren es 3308 Fälle, wie aus Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC Stand Mittwoch kurz vor Mitternacht MESZ hervorgeht. Dazu kommen nach einer Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 1600 Verdachts- oder bestätigte Fälle in acht afrikanischen Ländern, von denen viele solche Ausbrüche seit Jahren kennen.

Am Donnerstag (23. Juni) nahm in Genf der von der WHO einberufene Notfallausschuss zu Affenpocken seine Beratungen auf. Die darin vertretenen Fachleute sollen beurteilen, ob es sich um eine „Notlage von internationaler Tragweite“ handelt, die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Die WHO folgt in der Regel der Empfehlung der Fachleute. Praktische Folgen hätte das nicht, aber es soll alle Länder wachrütteln, nach Fällen Ausschau zu halten und eigene Vorkehrungen zu treffen, um eine Ausbreitung einzudämmen.

Affenpocken in Deutschland: 592 Fälle in 14 Bundesländern

Update von Donnerstag, 23. Juni, 10.30 Uhr: Die Affenpocken-Infektionen in Deutschland nehmen von Tag zu Tag weiter zu. Inzwischen meldet das Robert Koch-Institut (RKI) 592 Fälle in 14 Bundesländern. Indes tagt der Notfallausschuss der WHO ab Donnerstag, 12 Uhr.

Die Fachleute, die unter anderem darüber sprechen, ob sie der WHO die Ausrufung einer „Notlage von internationaler Tragweite“ empfehlen. „Der Ausschuss dürfte in den kommenden Tagen eine Mitteilung herausgeben“, heißt es in einer Meldung. Der Rat besteht aus rund einem Dutzend unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt, die sich mit dem Affenpockenvirus besonders gut auskennen. Wer in den Ausschuss berufen wurde, teilte die WHO zunächst nicht mit.

Affenpocken: Virus breitet sich weiter aus – mehr als 500 Fälle in Deutschland

Update vom Mittwoch, 22. Juni, 17.00 Uhr: Erneut haben sich die Affenpocken-Fallzahlen erhöht. Mit Stand Mittwoch, 22. Juni, sind 521 Affenpockenfälle aus 14 Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen) ans RKI übermittelt worden.

Weitere Fälle sind zu erwarten. Doch eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI nach derzeitigen Erkenntnissen als gering ein, passt seine Einschätzung aber immer wieder dem neuen Kenntnisstand an.

Affenpocken-Infektionen in Deutschland: Die Fallzahlen steigen

Update vom Dienstag, 21. Juni, 17.14 Uhr: Die Zahl der registrierten Affenpocken-Fälle in Berlin ist weiter stark angestiegen. Mit Stand Montag waren in der Hauptstadt 317 laborbestätigte Infektionen bekannt, 23 Patienten seien im Krankenhaus, wie die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung in einer Online-Übersicht meldete. Vor dem Wochenende am Freitag (17. Juni) waren es demnach 259 bestätigte Fälle gewesen.

Bundesweit wies das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag (21. Juni) 469 Nachweise von Affenpocken aus. Vierzehn Bundesländer meldeten Fälle der eigentlich seltenen Virus-Erkrankung, in Berlin sind es besonders viele.

Affenpocken-Zahlen erhöhen sich: Mehr als 400 Fälle in Deutschland

Update vom Montag, 20. Juni, 12.51 Uhr: Die Affenpocken breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen, welche das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht hat. Über das vergangene Wochenende haben sich die Fälle um 74 erhöht.

Aktuell sind damit 412 Menschen (Stand: 20. Juni) in Deutschland von Affenpocken betroffen. Ein weiteres Bundesland meldet nun Fälle: Auch in Thüringen sind inzwischen Infektionen bekannt. Mit der Ausbreitung der Affenpocken, kommt es auch zu immer mehr Diskriminierung in Deutschland.

Affenpocken: Über 300 Fälle in Deutschland

+++ 13.15 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die aktuellen Fallzahlen zu den Affenpocken in Deutschland bekannt gegeben. Demnach sind derzeit 338 Fälle von Affenpocken bekannt (Stand: 17. Juni). Folgende elf Bundesländer sind betroffen:

Auch die aktuelle Gefährdungslage für die breite Bevölkerung schätzt das RKI weiterhin als gering ein. Dass die Betroffenen vor der Infektion sich nicht in Risikogebieten aufgehalten haben, stellt eine Besonderheit dar. Solche Fälle treten seit Mai 2022 in Deutschland auf.

Update vom Freitag, 17. Juni, 10.15 Uhr: Rheinland-Pfalz bereitet sich auf den Impfstoff vor. Der Bund will Pockenimpfstoff ausliefern, welcher dann gegen die Affenpocken eingesetzt werden kann. Wann und wie viel an die einzelnen Länder verteilt werden wird, ist Thema bei der Gesundheitsministerkonferenz, die in der kommenden Woche stattfinden wird, das teilt die Deutsche Presse-Agentur mit.

Rund 40.000 Dosen des Impfstoffes sollen es deutschlandweit werden, wie der Bund mitteilte. Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz einen bestätigten Fall von Affenpocken. Seit dem Auftreten der Symptome im Mai 2022 befindet sich der Mensch für 21 Tage in Isolation in der Pfalz, im Kreis Germersheim.

Affenpocken: Zahlen in Deutschland steigen

Update vom Mittwoch, 15. Juni, 15.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat die aktuellen Fallzahlen bekannt gegeben. Insgesamt wurden in Deutschland 263 Fälle mit Affenpocken gemeldet. Erstmals waren Fälle von Affenpocken im Mai 2022 in der Bundesrepublik aufgetreten.

Derweil will die Weltgesundheitsorganisation WHO der Forderung von 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nachgehen, eine neue Bezeichnung für das Affenpocken-Virus zu finden. Der derzeitige Name sei „diskriminierend und nicht stigmatisierend“. Vorschläge für einen neuen Namen sollten so bald wie möglich erfolgen, kündigte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf an.

Affenpocken: WHO ruft Notfallausschuss ein

Erstmeldung vom Dienstag, 14. Juni: Genf – Die Fälle von Affenpocken häufen sich weltweit. In Deutschland hat das RKI für 14. Juni bereits mehr als 200 Infektionen gemeldet. Nun will auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) handeln. Sie beruft wegen der Affenpocken-Fälle in zahlreichen Ländern einen Notfallausschuss ein. Der Expertenrat entscheidet, ob es sich – wie auch bei Corona – um eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ (PHEIC) handelt.

Der Notfallausschuss soll am 23. Juni tagen, wie es am Dienstag (14. Juni) von der Organisation und ihrem Leiter Tedros Adhanom Ghebreyesus hieß. In dieser Art von Ausschuss kommen Fachleute zusammen, die sich mit der jeweiligen Krankheit besonders gut auskennen. Die Erklärung der Notlage ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Eine solche Erklärung hat keine direkten praktischen Folgen, soll aber die Mitgliedsländer wachrütteln. Eine Notlage gilt etwa seit Ende Januar 2020 wegen Sars-CoV-2.

Affenpocken breiten sich aus: WHO beruft Notfallausschuss ein

Der WHO wurden bis Dienstag weltweit mehr als 1600 Fälle von Affenpocken und fast 1500 Verdachtsfälle aus 39 Ländern gemeldet. Bislang wurden 72 Todesfälle aus den afrikanischen Ländern gemeldet. Die WHO prüft einen möglichen Todesfall durch Affenpocken aus Brasilien.

Die Sorge der WHO beziehe sich auf drei Bereiche, sagte Tedros: Das Virus verhalte sich ungewöhnlich, es seien immer mehr Länder betroffen und damit sei eine koordinierte Reaktion nötig. Tedros betonte aber, dass die Experten des Notfallausschusses die Problematik betrachten und noch nicht entschieden sei, ob sie das Ausrufen einer Notlage für nötig halten. „Wir wollen nicht warten, bis die Situation außer Kontrolle geraten ist“, sagte WHO-Spezialist Ibrahima Socé Fall.

Affenpocken in Deutschland: Bundesregierung bestellt Pockenimpfstoff

Die Risiko-Einschätzung des RKI in Deutschland lautete am Dienstag weiterhin: „Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI nach derzeitigen Erkenntnissen als gering ein.“ Der Virologe Gerd Sutter vom Institut für Infektionsmedizin und Zoonosen der LMU München teilte auf Anfrage mit, dass die Zahlen hierzulande „keine Überraschung“ und „nicht erschreckend“ seien. Die Übertragung des Virus erfolge nach derzeitigem Kenntnisstand, wie erwartet, praktisch nur durch direkten Kontakt. Das Tempo der Ausbreitung beschrieb er als „relativ langsam“. Mit der Impfung von Kontaktpersonen beziehungsweise spezifischer Zielgruppen „sollte eine Begrenzung des Ausbruchs weiterhin gut möglich sein“, erwartet er.

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet für Mittwoch (15. Juni) mit einer Lieferung von 40.000 Dosen Pockenimpfstoff, der gegen Affenpocken eingesetzt werden kann. Der Bund stelle den Bundesländern das Vakzin zur Verfügung, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte vorige Woche bekanntgegeben, dass das Mittel für bestimmte Gruppen wie Kontaktpersonen von Infizierten empfohlen werde. Der erste Affenpocken-Nachweis überhaupt hierzulande war vor gut drei Wochen bekannt geworden.

Aufgrund der bisherigen Risikolage hält die WHO Massenimpfungen nicht für nötig, wie aus einem technischen Ratgeber vom Dienstag hervorgeht. Die gegen die 1980 ausgerotteten Pocken entwickelten Impfstoffe dürften zwar einen gewissen Schutz vor Affenpocken bieten, aber bisher gebe es kaum Studien dazu. Die WHO rief alle Länder dazu auf, Bestände an Pockenimpfstoffen gerecht mit anderen zu teilen. (asc/slo/kas/lm mit AFP/dpa)

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