„Atom-Austritt in Gebäude“

Atom-Alarm in Aschheim: Großeinsatz mit Nuklear-Experten wegen leuchtender Substanz

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Die fragliche Substanz kam Arbeitern verdächtig vor.

Eine ominöse neongelbe Flüssigkeit hat am Freitagvormittag für große Aufregung bei den Rettungskräften im Münchner Norden gesorgt. Ein Großeinsatz war die Folge.

Aschheim - Abrissarbeiter waren laut Feuerwehreinsatzzentrale in einem Holzschuppen am Dornacher Mooswiesenweg am Werk – und beschädigten dabei ein Plastikfläschchen, das mit der Bezeichnung „Uranin“ versehen war. 

Die Arbeiter wähnten sich angesichts des Namens und der giftig-gelben Farbe offenbar einer uranähnlichen, radioaktive Substanz ausgesetzt – und wählten den Notruf.

Großalarm in Aschheim: „Atom-Austritt in Gebäude“

Fundort: Eine unscheinbare Holzhütte.

Die Leitstelle verfuhr nach Protokoll und ging mit der Alarmierung „Atom-Austritt in Gebäude“ auf Nummer sicher: Eine Blaulicht-Armada aus den Feuerwehren Dornach, Aschheim, Kirchheim, Feldkirchen, der Münchner Berufsfeuerwehr, der Kreisbrandinspektion, dem ABC-Zug München Land und den Nuklearspezialisten des Helmholtz-Zentrums rückte zur möglichen Strahlenunfallstelle an – rund 70 Einsatzkräfte samt Strahlenschutzausrüstung und Dekontaminationsvorrichtungen für mögliche Verletzte.

Doch vermeintlicher Atommüll ist etwas ganz anderes

Doch vor Ort stellte sich der mutmaßliche Atommüll als etwas ganz anderes heraus: Das Uranin, das aus dem „Gebinde“ ausgelaufen war, ist ein harmloses, stark floureszierendes Wasser-Färbemittel. Sein Leuchten ist mit bloßem Auge gut erkennbar, weshalb es beispielsweise zur Leckagesuche eingesetzt wird – aber keinen Geigerzähler aus der Ruhe bringt. Dementsprechend schnell konnten sich die alarmierten Retter wieder auf den Heimweg machen, berichtet die Feuerwehreinsatzzentrale.

Die Nachhut beim Rückzug bildete die Feuerwehr Dornach – die die Flüssigkeit, die das Großaufgebot in Bewegung gesetzt hatte, in einem schlichten Müllsack entsorgte.

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