Tödlicher Blutsauger breitet sich aus

Tödliche Gefahr: Riesen-Zecke in OWL entdeckt

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Bei Bielefeld wurde eine gefährliche Riesen-Zecke gefunden. 

Die Überreste einer Hyalomma-Zecke wurden in der Nähe von Bielefeld entdeckt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts können diese Blutsauger gefährliche Krankheitserreger in sich tragen. Ein Virus kann eine tödliche Krankheit auslösen. 

Update 21. Februar: Nach dem Fund der Riesen-Zecke bei Bielefeld sind einige Menschen verunsichert.  Besonders Hundebesitzer und Katzenhalter fürchten sich vor einer Ausbreitung des Parasiten. Auch wenn aus Afrika und Asien immer wieder exotische Tiere nach Deutschland gelangen, warnen Experten vor Panikmache. Bislang existiere in unserer Region keine Population der gefährlichen Hyalomma-Zecke. Eine baldige Ausbreitung des Blutsaugers wird es hier nicht geben. Trotzdem müsse man das Problem im Auge behalten. 

Bielefeld: Blutsauger auf dem Vormarsch 

Erstmeldung: 21. Februar. Für uns Menschen können sie lebensgefährlich werden: Die sogenannte Hyalomma-Zecke ist in Deutschland bislang nicht beheimatet. Trotzdem gelangen immer mehr Blutsauger in die Bundesrepublik. Zugvögel bringen die Parasiten aus Afrika und Asien in unsere Breiten. Nun wurden die Überreste der gefährlichen Riesen-Zecke, die man an ihren gestreiften Beinen erkennt, auch bei Bielefeld gefunden. Sie ist etwa zweimal so groß wie heimische Artgenossen, wie owl24.de berichtet. 

Neben dem Fund bei Bielefeld hat das Robert-Koch-Institut 21 weitere Exemplare im vergangen Jahr in Deutschland registriert. Nach Angaben der Experten trug aber keine Zecke den gefährlichen Krim-Kongo-Virus in sich. Dieser Erreger kann eine Krankheit verursachen, die zum Tode führen kann. Insgesamt waren acht Bundesländer betroffen: 

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Hessen
  • Rheinland-Pfalz
  • Brandenburg
  • Berlin
  • Schleswig-Holstein
  • NRW

Der Fund in Nordrhein-Westfalen wurde bei Bielefeld gemacht. Zwischen einer Jalousie eingequetscht entdeckte eine Frau die Überreste der gefährlichen Riesen-Zecke. Die Spuren schickte sie an das Robert-Koch-Institut. Nach einer genetischen Untersuchung stand zweifelsfrei fest, dass es sich bei dem Tier um die gefürchtete Hyalomma-Zecke handelte.

Bielefeld: Was macht den Parasit so gefährlich? 

Die Blutsauger können gefährliche Krankheitserreger in sich tragen, beispielsweise den tödlichen Krim-Kongo-Virus. Der Erreger kann das sogenannte Hämorrhagische-Fieber (CCHF) auslösen. Dabei kann es plötzlich zu Blutungen im Körper kommen. Außerdem leiden die Patienten oft auch unter inneren Blutungen, etwa an Organen und am Gehirn. In diesem Stadium endet die Krankheit meist tödlich. Folgende grippeähnlichen Symptome können auftreten: 

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Benommenheit
  • Bauchschmerzen

Anders als bei dem Fund in der Nähe von Bielefeld, wurden die Riesen-Zecke vor allem an Pferden festgestellt. Die Vierbeiner können an dem gefährlichen Fieber jedoch nicht erkranken. 

Kann die Riesen-Zecke in Bielefeld sesshaft werden? 

Zecken lieben milde Temperaturen, in der Regel werden sie erst im Frühjahr aktiv. Laut Experten sorgt der Klimawandel dafür, dass die Parasiten sich immer weiter ausbreiten. Auch ihre Artgenossen aus Asien und Afrika könnten möglicherweise auch irgendwann in Bielefeld überleben. Ausgewachsene Tiere haben mit Temperaturen bis minus 40 Grad keine Probleme. Ihre Larven sterben bei solchen Witterungsbedingungen allerdings ab. 

Mit ihren langen Beinen ist die Hyalomma-Zecke besonders gefährlich. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen soll die Riesen-Zecke so angeblich so schnell wie eine Maus sein. Außerdem würden die kleinen Biester eine Jagdstrategie verfolgen. 

Bei Bielefeld wurde eine gefährliche Riesen-Zecke gefunden. 

In Bielefeld wurde eine 22-Jährige von einer Stadtbahn erfasst. Sie trug Kopfhörer und war von ihrem Handy abgelenkt. Die Warnsignale des Zuges hörte sie offenbar nicht, wie *owl24.de berichtete. 

Eine Raupe legte im vergangenen Sommer ganz Deutschland lahm. Noch immer ist die Gefahr nicht gebannt. Gerade Hundebesitzer sollten vorsichtig sein, wie owl24.de berichtet. 

*owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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