Sind die anderen Vakzine besser?

Überraschende Studie aus Israel: So stark ist der Biontech-Wirkstoff tatsächlich

Seit wenigen Monaten gibt es einen Corona-Impfstoff. Israel ist mit dem Impfen schon ziemlich weit und liefert nun erste Ergebnisse zur Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs.

Erstmeldung vom 2. März: Immer wieder wurde der Lockdown aufgrund der alarmierenden Corona-Zahlen verlängert. Und bevor es überhaupt Lockerungen gab, stiegen die Zahlen wieder an. Bundeskanzlerin Merkel warnte daher schon vor dem morgigen Corona-Gipfel* vor der dritten Welle. Dennoch wurde ein 4-Stufen-Plan mit Lockerungen erstellt. Ob der jetzt aber durchgesetzt wird, ist fraglich. Denn es bleibt weiterhin die Angst vor den Corona-Mutationen, die derzeit im Umlauf sind. Sie sollen nämlich ansteckender und gefährlicher sein. Zuletzt wurde auch eine neue Corona-Variante in Kalifornien entdeckt*, echo24.de* berichtete.

Israel beim Impfen ganz vorn dabei: Erste Ergebnisse zu Wirksamkeit von Biontech-Impfstoff

Große Hoffnung hatte man in den Impfstoff gesetzt. Sogar gegen die Mutationen soll der Impfstoff wirksam sein. Doch bislang gab es in Deutschland mehr Kritik als Lob dafür. Hauptthemen sind immer wieder Impfstrategie und Impfstoffbeschaffung. Es lautet der Vorwurf: Die EU hat zu wenig Impfstoff bestellt! Und wenn nicht genügend Impfstoff vorhanden ist, gibt es ein Problem: Die Immunisierung nimmt immer mehr Zeit in Anspruch.

In Israel wurde am 6. Dezember mit dem Impfen gestartet. Das Land befand sich zu der Zeit auf dem Höhepunkt der dritten Welle, hat aber offensichtlich alles richtig gemacht. Es wurde frühzeitig genügend Impfstoff bestellt und bis heute hat ein Großteil der Bevölkerung bereits beide Spritzen erhalten, berichtet aerzteblatt.de.

Wie wirksam ist der Biontech-Impfstoff? Israel liefert Ergebnisse

Eine Beobachtungsstudie fand sogar heraus, dass der Biontech/Pfizer-Impfstoff die Infektiosität deutlich senkt. Außerdem haben Krankenversicherer Daten gesammelt und herausgefunden, dass der Biontech/Pfizer-Impfstoff tatsächlich eine hohe Wirksamkeit von 94 Prozent aufweist. Dabei wurden die Daten von 1,2 Millionen Menschen ausgewertet. Forscher verglichen die Daten von mehr als 600.000 Menschen von mindestens 16 Jahren, die im Dezember oder Januar geimpft wurden mit einer ählich großen Personengruppe. Dabei wurde auch das Alter, Geschlecht und ein ähnlicher Gesundheitsstatus berücksichtigt. Keiner davon war zuvor Corona positiv. Die Studie fand vom 20. Dezember bis zum 1. Februar statt. Genau zu der Zeit, als sich die britische Corona-Mutation in Israel ausbreitete.

Bei der Verhinderung von Corona-Symptomen wurde die Wirksamkeit zwei bis drei Wochen nach der ersten Impfung auf 57 Prozent geschätzt. Nach der zweiten Impfung auf 94 Prozent. Bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten lag die Wirksamkeit nach der ersten Dosis bei 74 Prozent und bei der zweiten bei 87 Prozent. Schon bei den klinischen Untersuchungen lag die Wirksamkeit von dem Impfstoff von Biontech/Pfizer bei 95 Prozent.

Coronavirus - häufigste SymptomeFieber, trockener Husten, Müdigkeit
Coronavirus - seltenere SymptomeGliederschmerzen, Halsschmerzen, Durchfall, Bindehautentzündung, Kopfschmerzen, , Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Verfärbungen an Fingern oder Zehen, Hautausschlag

Israel impft Bevölkerung: Grüner Impfpass als Anreiz - EU plant digitalen Impfpass

Israel schafft Anreize zum Impfen. Nicht nur damit, dass dort mittlerweile fast an jeder Ecke geimpft wird, sondern auch weil das eu Stück Normalität wieder zurückbringen kann. Denn das Land stellt Geimpften einen grünen Impfpass aus, mit dem sie auf Konzerte oder ins Restaurant gehen können. Diese Zwei-Klassen-Gesellschaft wird jedoch von den Einwohnern selbst ziemlich kritisiert, wie Medien berichten. Auf dem letzten EU-Gipfel einigte man sich einen europaweit geltenden digitalen Impfpass einzuführen. Und der soll sogar schon in drei Monaten kommen. Den hatten vor allem Urlaubsländer wie Spanien, Griechenland und Portugal gefordert. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © LUIS ACOSTA/AFP

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