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Maskenverweigerer schlägt Tankstellen-Mitarbeiter zusammen

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Von: Lukas Rogalla

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Ein Zettel mit dem Hinweis auf die Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie hängt an einer Zapfsäule einer Tankstelle.
In Bremen kommt es nach einem Streit um die Corona-Maskenpflicht an einer Tankstelle zu einem tätlichen Übergriff. (Symbolbild) © Manngold/Imago

In einer Tankstelle in Bremen eskaliert ein Streit über die Corona-Regeln. Ein Kunde trägt zunächst keine Maske und greift später einen Verkäufer an.

Bremen – In Bremen ist es nach einem Streit um die Maskenpflicht an einer Tankstelle zu einem tätlichen Übergriff gekommen. Ein 21-jähriger Mann hat einen Verkäufer geschlagen und getreten, wie die Polizei am Donnerstag (21.10.2021) mitteilte. Der 67 Jahre alte Mitarbeiter wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Dem Polizeibericht zufolge habe der 21-Jährige den Verkaufsraum in der Stapelfeldstraße im Stadtteil Gröpelingen ohne Mund-Nasen-Schutz betreten, um nach dem Tanken seine Benzinrechnung zu bezahlen. Der Mitarbeiter habe ihn auf die Pflicht zum Tragen einer Maske gegen Corona* hingewiesen. Dann kam es zum Streit.

Bremen: Maskenverweigerer schlägt und tritt auf Tankstellen-Mitarbeiter ein

Der Kunde habe das Gebäude verlassen und sei kurze Zeit später mit aufgesetzter Maske zurückgekehrt, heißt es. Dann habe er den Verkäufer angegriffen. Laut Bericht schlug er auf ihn ein und trat zu, als der 67-Jährige bereits am Boden lag. Der 21-jährige Mann aus Bremen entfernte sich mit seinem Auto, kehrte aber schließlich zum Tatort zurück und stellte sich der Polizei, die nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl ermittelt. Der Verkäufer wurde nach dem Angriff in ein Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt.

Erst vor wenigen Wochen, am 18. September, hatte ein tödlicher Schuss nach einem Streit um die Maskenpflicht an einer Tankstelle in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) deutschlandweit für Entsetzen gesorgt. Ein 49 Jahre alter Mann war nach einem Hinweis auf den fehlenden Mund-Nase-Schutz in die Tankstelle zurückgekehrt und hatte den 20-jährigen Verkäufer mit einem Schuss in den Kopf getötet. Nach der Tat in Idar-Oberstein nahm auch in Kassel die Angst vor radikalisierten Maskenverweigerern* zu. (lrg/dpa/afp) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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