News-Ticker für den Freistaat

Corona-Lage in Bayern bleibt angespannt - Hausärzte fordern weniger Bürokratie: „Sind nicht Passamt der Nation“

Coronavirus - Impfung
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Hausärzte impfen gegen Corona - und fordern weniger Bürokratie.

Die Corona-Lage in Bayern bleibt angespannt. Bayerns Hausärzte fordern planbare Mengen an Impfstoff. Alle News zum Coronavirus im Freistaat im Ticker.

  • Nach wie vor ist die Inzidenz im Freistaat hoch - und liegt weiter über dem deutschlandweiten Wert (siehe Update vom 26. April, 7.45 Uhr).
  • Auf dem Impfgipfel am Montag wird unter anderem über mehr Freiheiten für Geimpfte gesprochen (siehe Update vom 24. April, 17.16 Uhr).
  • Die Corona*-Lage in Bayern bleibt angespannt - fünf der zehn deutschen Hotspots liegen im Freistaat (siehe Update vom 25. April, 8.08 Uhr).
  • Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen lesen Sie in unserem aktuellen Corona-Ticker für Bayern nach.

Update vom 26. April, 7.45 Uhr: Zum Start in die neue Woche ist die Corona-Inzidenz in der bayerischen Landeshauptstadt erneut leicht angestiegen. Laut RKI beträgt der Wert am Montag 146,8. Zum Vergleich: Am Sonntag meldete München noch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 145,5.

Bayernweit liegt der Wert am Montagmorgen bei 179. Damit ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat nach wie vor höher als der deutschlandweite Wert von 169,3. Zudem meldet das RKI in Bayern 2.205 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden, dazu kommen weitere sieben Todesfälle.

Update vom 25. April, 19.15 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie fordert CSU-Chef Markus Söder, dass deutlich mehr in der Arbeitswelt und in Familien geimpft wird. „Wir brauchen Betriebsimpfungen, wir brauchen Familienimpfungen“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Grund sei, dass in Firmen und Familien eine hohe Ansteckungsgefahr herrsche. Damit müsse eine weitgehende Freigabe der Impfstoffe einhergehen, sagte Söder. Die Priorisierung nach Alters- und Berufsgruppen sowie Krankheitsbildern sei am Anfang sinnvoll gewesen, „aber jetzt entwickelt sie sich zunehmend zu einem Zeithindernis“.

Corona: Söder legt in der ARD nach - Bald mehr Freiheiten für Geimpfte?

Das Impfen sei die „einzige Chance“ zur Eindämmung der Pandemie, sagte Söder - und mahnte zu mehr Tempo. Die Impfzentren funktionierten gut, aber schneller gehe es nur über die Ärzte. Zur Debatte über die Gewährung von Freiheitsrechten für Geimpfte und Genesene sagte der CSU-Chef, wenn jemand geimpft sei, könne er seine Rechte auch wieder einfordern vom Staat. Dies sollte nun „zeitlich gut gestaffelt“ geschehen. Auch sei die baldige Aufhebung von Beschränkungen ein Anreiz, sich impfen zu lassen.

Update vom 25. April, 15.22 Uhr: Bayern hat bei den Corona-Impfungen die Marke von vier Millionen überschritten. Es handele sich dabei um rund 3,1 Millionen Erstimpfungen und mehr als 900.000 Zweitimpfungen. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Sonntag in München. Mehr als eine halbe Million Dosen hätten niedergelassene Ärzte in ihren Praxen verabreicht.

Mit Blick auf den Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag forderte Holetschek weitere Schritte, um das Impftempo zu beschleunigen. „Wir erwarten, dass wir uns so schnell wie möglich von der Priorisierung lösen“, sagte der Minister. Auch Betriebsärzte müssten in die Kampagne einbezogen werden. „Vor allem aber müssen wir uns von überflüssiger Bürokratie lösen, denn Bürokratie bremst uns im Kampf gegen die Pandemie.“

Corona-Lage in Bayern bleibt angespannt - Hausärzte fordern weniger Bürokratie: „Wir sind nicht das Passamt der Nation“

Update vom 25. April, 12.32 Uhr: Bayerns Hausärzte wollen mehr Planbarkeit bei den Corona-Impfungen. Die Praxen müssten den prioritären Zugriff auf alle Impfstoffe in ausreichender und planbarer Menge erhalten. Das forderte der Bayerische Hausärzteverband am Sonntag in München. Man wolle zudem von der Politik mehr Rückendeckung für ein pragmatisches Vorgehen bei Impfungen und weniger Bürokratie bei Corona-Tests. Widerstand leisteten die Mediziner gegen Überlegungen, Immunitätsausweise von Arztpraxen ausstellen zu lassen. „Wir versorgen kranke Menschen und sind nicht das Passamt der Nation“, sagte der Landesvorsitzende Markus Beier. Die Forderungen sind Teil eines Leitantrags. Dieser wurde zum Abschluss des Bayerischen Hausärztetages am Samstag verabschiedet.

Update vom 25. April, 8.08 Uhr: Einige deutsche Corona-Hotspots liegen weiterhin in Bayern. Die Landkreise Haßberge (350,8) und Mühldorf am Inn (346,9) liegen auf den Plätzen zwei und drei. Der Landkreis Rottal-Inn (316,9) hat die siebthöchste Inzidenz in ganz Deutschland, die Stadt Hof (316,4) folgt auf Platz acht, der Landkreis Kronach (310,1) direkt danach. Fünf der zehn größten Corona-Hotspots der Bundesrepublik liegen den RKI-Zahlen zufolge demnach in Bayern.

Für den ganzen Freistaat meldet das RKI einen Wert von 176,0 (Vortag: 176,2). Die Inzidenz in München liegt am Sonntag bei 145,5 (Vortag: 146,8).

Corona-Lage in Bayern bleibt angespannt - Aus Sorge weiter keine Direktflüge zwischen Freistaat und Indien

Update vom 24. April, 20.18 Uhr: Es werde auch weiterhin keinen direkten Flugverkehr zwischen Bayern und Indien geben. Das bestätigte am Samstag noch einmal Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Weil die Coronazahlen in dem asiatischen Land dramatisch ansteigen (etwa 16,6 Millionen Fälle seit Beginn der Pandemie, Quelle: Johns-Hopkins-Universität) und dazu noch eine gefährliche Virusmutante auf dem Vormarsch ist, werden die Flüge auch weiterhin ausgesetzt. „Die indische Mutante ist hochgefährlich. Das zeigen uns die explodierenden Infektionszahlen aus Indien ganz deutlich“, so der Minister. Bereits seit Mitte November sind alle Direktflüge nach Indien eingestellt worden.

„Das begrenzt die Reisebewegungen zwischen unseren beiden Ländern auf natürliche Weise“, sagte Holetschek. Ausruhen dürfe man sich darauf aber nicht. „Für alle Einreisenden aus Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten gelten weiterhin strenge Schutzmaßnahmen wie Test- und Quarantänepflicht.“ So befrage die Polizei Einreisende an den drei bayerischen Flughäfen intensiv, ob sie sich zuletzt in Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten aufgehalten hätten und leite gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ein.

Corona: Auf dem Impfgipfel am Montag befassen sich die Länderchefs mit Lockerungen für Geimpften

Update vom 24. April, 17.02 Uhr: Sollen Geimpfte mehr Freiheiten erhalten als Nicht-Geimpfte? Die einen sagen, sollten sie mehr Rechte bekommen, wäre das die Impf-Pflicht durch die Hintertür. Die anderen sagen, ihnen Freiheiten vorzuenthalten, wäre unverhältnismäßig. Nun werden sich am kommenden Montag (26. April) die Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel* (CDU) auf einem neuen Impfgipfel mit diesem Thema befassen. In einem Eckpunktepapier, das am Samstag an die Öffentlichkeit gelangte, heißt es: „Für vollständig gegen Covid-19 Geimpfte und für Genesene soll es nach Auffassung der Bundesregierung gewisse Ausnahmen von den geltenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen geben.“

Menschen, die geimpft oder genesen seien, sollten in Bezug auf Einreiseregelungen, Zugang zu Ladengeschäften und bestimmten Dienstleistungen Ausnahmen eingeräumt werden, heißt es in dem Papier weiter. Jedoch würden Abstandsregeln und Maskenpflicht auch weiter für sie gelten. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) unterstützt diesen Vorschlag. Sie sagte dem Handelsblatt: „Wenn feststeht, dass eine Impfung nicht nur vor einer Erkrankung schützt, sondern auch die weitere Übertragung des Virus verhindern kann, muss das bei den Maßnahmen berücksichtigt werden.“ Dies sei kein Privileg für Geimpfte, sondern ein Gebot der Verfassung.

Corona-Hotspots in Bayern: Vier Regionen in den Top 10 Deutschlands

Update vom 24. April, 7.15 Uhr: Die Corona-Lage bleibt angespannt. Der Landkreis Mühldorf am Inn ist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 346,1 Deutschlands Corona-Hotspot Nummer 2 und liegt nur hinter dem Landkreis Erzgebirgskreis. Auf Platz drei und vier folgen die Landkreise Haßberge (344,9) und Hof (329,5). Der Landkreis Kronach (307,1) schafft es ebenfalls noch in die Top 10 von Deutschlands Hotspots und belegt Platz acht.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in München liegt nach Angaben des RKI am Samstag bei 146,8 (Stand 3.10 Uhr). Am Vortag hatte der Wert bei 148,2 gelegen, am Donnerstag bei 146,2. Für ganz Bayern meldet das RKI einen Wert von 176,2. Am Vortag lag er bei 180,5 (siehe Erstmeldung).

Update vom 23. April, 19.55 Uhr: Obwohl es für die Testpflicht an den bayerischen Schulen viel Kritik gehagelt hatte, wird sie inzwischen gut angenommen. Seit der verpflichtenden Einführung der Corona-Tests nach den Osterferien nehmen nahezu alle Schüler:innen das Testangebot an. Nur rund drei Prozent hätten laut einer stichtagsbezogenen Abfrage den Nachweis eines externen Tests vorgelegt, teilte das Kultusministerium in München am Freitag mit. Unter den 288.000 Kindern und Jugendlichen, die am Mittwoch (21. April) in der Schule einen Selbsttest gemacht hatten, wurden rund 160 positiv getestet.

In solchen Fällen ist ein anschließender, zuverlässigerer PCR-Test notwendig, um das Ergebnis zu bestätigen. Wie viele Schüler die Vorlage eines Testergebnisses oder die Durchführung eines Selbsttests verweigerten und somit nicht am Präsenzunterricht teilnehmen durften, erfasst das Ministerium nach Angaben eines Sprechers nicht.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) war voll des Lobes für den Nachwuchs. „Unsere Schülerinnen und Schüler machen das wirklich toll, gehen richtig gut mit der Situation um.“ Durch das Testen seien viele Ansteckungen in- und außerhalb der Schule vermieden worden. „Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Eindämmung der Pandemie.“

München bleibt Spielort bei der Fußball-EM 2021

Update vom 23. März, 15.19 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat sich am frühen Nachmittag zur Beibehaltung von München als Spielort der EM 2021 geäußert: „Heute ist ein erfreulicher Tag für die Fußball-Fans in München“ so der SPD-Politiker. Er freue sich außerdem, dass die UEFA offenbar „eingesehen“ habe, dass München auch ohne Zuschauer-Garantie ein attraktiver Standort für die Ausrichtung einer EM sei.

Er könne trotzdem nur wiederholen, was bereits letzte Woche gesagt wurde. Man müsse dann, wenn es so weit sei, infektiologisch entscheiden, was gehe, und was nicht. Hier sei man sich mit dem Freistaat Bayern einig. Es sei weiterhin nicht verantwortbar, Zuschauer bei einem Fußballspiel zuzulassen, während Schulen und Kitas sowie Hotellerie und Gastronomie geschlossen seien. Reiter führte fort, dass eine der Bedingungen für Zuschauer sei, „deutlich“ unter die Inzidenz von 100 zu kommen.

Corona-Streit spitzt sich zu: Aiwanger droht mit Blockade im Kabinett

Update vom 23. März, 14.01 Uhr: Im Streit um die Corona-Auflagen in Bayern drohen die Freien Wähler im Kabinett mit einer Blockade bei einer Verlängerung der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Hintergrund sei die Auslegung der Bundesnotbremse, was für Bayern bedeute, dass von beiden Regelungen im Freistaat immer nur die strengeren gelten würden. Das sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in München.

Die Freien Wähler forderten für den Freistaat auch die Übernahme der lockereren Vorgaben aus der Bundes-Notbremse. „Wir müssen jetzt schnellstmöglich all die Dinge lockern, die der Bund uns erlaubt“, sagte Aiwanger. Er kündigte an, das Thema spätestens am Dienstag im Kabinett ansprechen zu wollen, zugleich hoffe er aber auch auf eine frühere Lösung. Die CSU sei schon informiert, bisher habe er aber noch keine Rückmeldung.

Bayern: Aiwanger droht im Streit um Corona-Auflagen mit Blockade im Kabinett

Für Aiwanger ist insbesondere bei den Gärtnereien der Handlungsbedarf groß, da diese ihre Pflanzen sonst massenweise auf den Kompost werfen müssten. Auch bei der nächtlichen Ausgangsbeschränkung in Hotspots mit einer Inzidenz von mehr als 100 hofft der Vize-Ministerpräsident auf eine Umsetzung der lockereren Bundesregelung in Bayern. Nach dem bisherigen Stand gelten in Bayern nur die Regelungen der Bundesnotbremse, bei denen diese strenger ist als das bisherige Vorgehen im Freistaat.

Die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt noch bis zum 9. Mai und muss bis spätestens dann verlängert werden, ansonsten läuft sie aus. „Es ist ärgerlich genug, dass wir nicht lockerer sein können als der Bund.“ Aus jetziger Sicht könne er es nicht mittragen, die Verordnung zu verlängern, sagte Aiwanger. Denkbar wäre dies nur, wenn sich die Infektionszahlen dramatisch verschlechtern würden und die Lage in den Krankenhäusern kritisch werde.

Trotz Corona: EM-Sommer in München? Entscheidung ist gefallen

Update vom 23. März, 13.08 Uhr: Nun steht es offiziell fest: München bleibt Co-Gastgeber der Fußball-EM. Die UEFA bestätigte die bayerische Landeshauptstadt am Freitag als Ausrichter der drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft sowie eines Viertelfinales mit jeweils mindestens 14.500 Zuschauern.

Trotz Corona: EM-Sommer in München? Entscheidung wohl gefallen

Update vom 23. März, 11.56 Uhr: München bleibt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) Co-Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft. Die UEFA bestätigte die bayerische Landeshauptstadt als Ausrichter der drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft sowie eines Viertelfinales, wie die dpa während einer Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am Freitag erfuhr.

Zuvor hatte die Landesregierung Bayerns nach Angaben des Deutschen Fußball-Bunds ihr Einverständnis mit dem Leitszenario erklärt, in dem eine Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern in München für „realistisch“ gehalten wird. In der Allianz Arena sind die deutschen Heimspiele gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale geplant.

Nach Corona-Streit in Bayerns Regierung - Aiwanger wird deutlich: „ ...was seit Monaten die Gesellschaft spaltet“

Erstmeldung vom 23. April, 10.40 Uhr: München - Die Corona-Lage im Freistaat bleibt angespannt. Der Landkreis Kronach liegt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz* von 346,1 deutschlandweit auf Platz drei. Die Landkreise Haßberge (344,9) und Mühldorf am Inn (339,2) folgen auf den Plätzen vier und fünf. Der Landkreis Landshut hat mit einem Wert von 300,8 die elfthöchste Inzidenz in Deutschland. Für ganz Bayern meldete das Robert-Koch-Institut* (RKI) am Freitag eine Inzidenz von 180,5. Das ist die fünfthöchste Inzidenz aller Bundesländer.

Corona in Bayern: Bundes-Notbremse kommt - Streit zwischen CSU und Freien Wählern

Aufgrund der deutschlandweit hohen Corona-Zahlen stimmte nach dem Bundestag auch der Bundesrat einer Bundes-Notbremse zu. Ab dem Wochenende müssen sich die Menschen in Deutschland deshalb auf neue Corona*-Beschränkungen einstellen. Das neue Infektionsschutzgesetz tritt an diesem Freitag in Kraft, in Kreisen und Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 in den vergangenen drei Tagen soll die Bundes-Notbremse ab Samstag automatisch greifen, wie das Bundesinnenministerium in Berlin erläuterte. Die CSU um Bayerns Ministerpräsident Markus Söder befürwortete die Bundes-Notbremse.

Im Freistaat sorgt das Gesetz derweil für Unruhe. Der Streit in der bayerischen Koalition hatte sich am Donnerstag zugespitzt.* Die Freien Wähler, Koalitionspartner von Markus Söders CSU, stellten am Donnerstag in Berlin die erste von zwei geplanten Verfassungsbeschwerden gegen die neue Bundes-Notbremse vor. Bayerns Wirtschaftsminister und Bundesvorsitzender der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, äußerte im Interview mit Welt live harsche Kritik. Der Bund habe in vielen Punkten „grandios versagt,“ fand er. Aiwanger warf dem Bund vor, „fachfremd“ und weit weg von den Bürgern „vor Ort“ zu entscheiden. Manche Regeln der Corona-Notbremse seien „schizophren“.

Corona regional: Das Update für Bayern

Wegen der Bundes-Corona-Notbremse: Streit in Bayern - Aiwanger wird deutlich

Von der CSU* kam postwendend Kritik: „Es ist unverständlich, dass Hubert Aiwanger in dieser kritischen Phase die Notwendigkeit der Ausgangsbeschränkungen anzweifelt“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann. Ausgangsbeschränkungen seien ein wichtiges und wissenschaftlich anerkanntes Instrument bei der Pandemiebekämpfung. Herrmann warf Aiwanger ein offenkundiges Wahlkampfmanöver vor.

Auf Twitter verdeutlichte Aiwanger noch am Donnerstagabend seine Meinung: „Es muss einen vernünftigen Mittelweg geben zwischen #allesdichtmachen #Coronagibtsgarnicht #harterLockdownsofort #Coronaleugner #Coronabefürworter und was noch alles seit Monaten die Gesellschaft spaltet“, so seine Forderung. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Was die Bundes-Notbremse für den Freistaat bedeutet, lesen Sie in unserer Regel-Übersicht.*

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