Neueste Corona-Entwicklungen

Deutschlandweite Inzidenz zweistellig - erster Kreis sogar über 60

Die neuesten Zahlen des Robert-Koch-Institutes zeigen einen leichten Trend nach oben. Peter Altmaier (CDU) schließt erneuten Lockdown aus. Die Corona-Entwicklungen im Überblick.

  • Die Corona*-Inzidenz ist deutschlandweit wieder zweistellig: Das RKI meldet am 18. Juli eine Inzidenz von zehn.
  • Der Landkreis Birkenfeld liegt am Sonntag bei einer 7-Tage-Inzidenz von 63.
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier schließt weiterem Lockdown aus.
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Update vom 19. Juli, 06.12 Uhr: Nachdem am Sonntag, 18. Juli erstmals seit langem wieder eine zweistellige Inzidenz für Deutschland gemeldet wurde, steigt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfizierten auch am darauffolgenden Tag leicht an. So meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen (19. Juli) eine Inzidenz von 10,3, unter Berufung auf die Gesundheitsämter. Am Vortag hatte sie noch 10,0 betragen. Insgesamt wurden laut Angaben des RKI binnen 24 Stunden insgesamt 546 Corona-Neuinfektionen sowie ein Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

Corona: Deutschlandweite Inzidenz springt auf zweistellig - erster Kreis sogar über 60

Erstmeldung vom 18. Juli 2021: Berlin - Das Robert-Koch-Institut* meldete am Sonntag (18. Juli) erstmals wieder eine zweistellige Inzidenz* für Deutschland. Am Sonntagmorgen lag der Wert bei 10, im Vergleich zum Vortag gab es 1.292 mehr Fälle. Am Vortag lag die Inzidenz bei 9,4, noch vor einer Woche bei 6,2. Der Wert bezeichnet die Neuinfektion pro 100.000 Einwohner über den Zeitraum von sieben Tagen. Der Grund für den leichten Anstieg ist die hochansteckende Delta-Variante des Virus. Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge entfallen inzwischen mehr als 50 Prozent der Neuinfektionen auf die Delta-Variante.

Die höchste Inzidenz verzeichnete der Landkreis Birkenfeld mit einer 7-Tages-Inzidenz von 63. Danach folgt die Stadt Trier mit 40,3 und Darmstadt mit 36,3. Insgesamt 13 Landkreise und Regionen melden am Sonntag jedoch auch eine Inzidenz von 0, dazu zählen etwa Vulkaneifel, Tirschenreuth, Kulmbach, Coburg und Weimar. In diesen Regionen gab es demnach innerhalb der vergangenen sieben Tage keinen einzigen Corona-Fall.

Peter Altmaier gegen erneuten Lockdown: „Wäre verheerend!“

Die Corona-Zahlen zeigen einen leichten Aufwärtstrend, doch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schließt einen erneuten Corona-Lockdown in Deutschland aus.  „Wir müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern“, sagte der Minister gegenüber der Bild am Sonntag. Ein erneuter Lockdown* wäre aus Sicht des CDU-Politikers „für viele Geschäfte und Restaurants, die bereits monatelang geschlossen waren, verheerend“.

Auch weitere Einschränkungen sieht er derzeit nicht als nötig an, denn solange keine Überlastung des Gesundheitssystems drohe, gebe es keinen Grund für neue Maßnahmen oder gar einen Lockdown, so der Minister weiter.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält allerdings das Tempo der Impfkampagne für zu langsam. Der Politiker schlägt etwa mobile Impfteams vor, die „Menschen in Cafés und Gaststätten ansprechen und direkt vor Ort impfen“. Angaben des Robert-Koch-Institutes zufolge waren bis zum Freitag knapp die Hälfte (45,9 Prozent) der Bevölkerung in Deutschland geimpft. 59,7 Prozent der Menschen hatten zumindest eine Impfung erhalten.

Einer Forschergruppe der TU-Berlin zufolge steht Deutschland bereits am Beginn einer vierten Welle. „Laut unseren Simulationen wird im Oktober ein exponentieller Anstieg bei den Krankenhauszahlen starten“, heißt es in dem Bericht der Forschenden. (afp/bm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © IMAGO / ANE Edition / Tatiana Bolari

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