Verschärfte Empfehlungen

Coronavirus: WHO befürwortet Masken auch zu Hause zu tragen - unter diesen Bedingungen

Soll man die Maske zum Schutz vor dem Coronavirus auch in der eigenen Wohnung tragen? Das empfiehlt die WHO für bestimmte Situationen.

  • Die Weltgesundheitsorganisation hat neue Empfehlungen hinsichtlich Masken ausgesprochen.
  • Auch zu Hause soll eine Maske getragen werden, wenn jemand zu Besuch kommt.
  • Dennoch bleibt die WHO dabei, dass der Nutzen der Masken hinsichtlich Corona* nicht eindeutig belegt sei.

München - Masken sind im Corona*-Jahr 2020 zu unserem alltäglichen Begleiter geworden. Seit April gilt in Deutschland eine flächendeckende Maskenpflicht. Steigende Zahlen an Neuinfektionen* und Covid-19-Toten sorgen für weitere Beschränkungen, die dazu beitragen sollen die Pandemie einzudämmen. In Deutschland wurden alle aktuellen Corona-Maßnahmen bis zum 10. Januar verlängert. Indes hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Empfehlungen zum Maskentragen ausgeweitet.

Coronavirus: WHO mit neuer Empfehlung hinsichtlich Masken

Neu empfiehlt die WHO, dass Menschen auch in der eigenen Wohnung bei Besuch von Außenstehenden Masken tragen sollen, wenn die Lüftung dort nicht gut ist oder nicht richtig beurteilt werden kann. Das gelte auch „unabhängig davon, ob ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann“, hieß es in den aktualisierten Empfehlungen.

Masken sollten unter anderem nicht am Arm oder Handgelenk getragen oder zum Kinn oder Hals hinuntergezogen werden. Stattdessen sollten sie bei Nichtbenutzung in sauberen wiederverwendbaren Plastiktüten aufbewahrt werden. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sollen neu alle dort arbeitenden Menschen Masken tragen. Dies beziehe sich nicht nur auf das Pflegepersonal, sondern auch auf Reinigungs- und Küchenkräfte sowie Büroangestellte.

Nutzen von Masken laut WHO nicht eindeutig nachgewiesen: „Nur begrenzte und widersprüchliche Nachweise“

„Zur Zeit gibt es nur begrenzte und widersprüchliche wissenschaftliche Nachweise über die Wirksamkeit des Maskentragens bei gesunden Menschen, um Infektionen mit Atemwegsviren, einschließlich Sars-CoV-2*, zu verhindern“, so die WHO. Trotz der neuen Empfehlungen bleibt die Organisation dabei, dass der Nutzen eines allgemeinen Maskentragens bei gesunden Menschen bislang nicht eindeutig nachgewiesen sei. So habe beispielsweise eine im November veröffentlichte Studie mit 4862 Teilnehmern keinen Unterschied bei Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Andere Studien hätten jedoch ergeben, dass das Maskentragen im Kontakt mit Infizierten das Ansteckungsrisiko deutlich senkte.

In Deutschland wurde die Wirksamkeit der Maskenpflicht am Beispiel Jena veranschaulicht. Die thüringische Stadt setzte als erste in der Bundesrepublik auf ein einheitliches Konzept. Im Vergleich zu anderen Orten ohne Maskenpflicht verzeichnete Jena damals ein Viertel weniger Corona-Fälle, eine spätere Studie kam sogar auf ein Resultat von 40 Prozent. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks (mbr/dpa)

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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