Granate geschleudert

Dutzende Verletzte bei Anschlag auf Disko in Kolumbien

Bei einem Anschlag auf eine Diskothek im Nordwesten von Kolumbien sind 32 Menschen verletzt worden.

Montería - Ein Mann und eine Frau schleuderten in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) eine Granate in den Nachtclub in der Ortschaft Caucasia im Department Antioquia, wie Bürgermeister Óscar Suárez dem Radiosender RCN sagte. Die Verdächtigen wurden festgenommen. Drei Schwerverletzte wurden in Krankenhäuser gebracht.

Ersten Ermittlungen zufolge war das Verbrechersyndikat Golf-Clan für den Anschlag verantwortlich. Offenbar habe sich der Disco-Besitzer geweigert, Schutzgeld an die Bande zu zahlen, sagte der örtliche Polizeichef, Oberst Carlos Sierra Niño. Der Golf-Clan ist das mächtigste Verbrechersyndikat in Kolumbien. Die Bande ist aus rechtsgerichteten Paramilitärs hervorgegangen und in Drogenschmuggel, illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt.

Zuletzt hatte die Bande eine einseitige Waffenruhe für die Weihnachtszeit erklärt. Die Regierung begrüßte den Schritt, lehnte politische Friedensverhandlungen wie mit der linken Guerillaorganisation Farc allerdings ab. Die Sicherheitskräfte kündigten an, ihren Kampf gegen den Golf-Clan fortzusetzen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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