Angeklagter mit irritierenden Aussagen

Horror-Nacht! Plötzlich steht Mann mit Messer im Zimmer

+
In Gießen sorgt ein Einbrecher mit skurrilen Aussagen für Aufsehen.

In Gießen steht aktuell ein Einbrecher vor Gericht. Der Mann irritiert allerdings mit skurrilen Aussagen. 

Gießen-Wieseck - Ein junger Mann aus Eritrea muss sich aktuell vor dem Gießener Amtsgericht verantworten. Er hatte sich im vergangenen Jahr gewaltsam Zutritt zur Wohnung eines älteren Ehepaares verschafft. Dabei war er mit einem Messer bewaffnet. Glücklicherweise blieben die Bewohner unverletzt, sie dürften aber den Schock ihres Lebens davongetragen haben. Neben Diebstahl ist der Mann auch wegen versuchten Totschlags angeklagt. Rund ein halbes Jahr nach der Tat startet nun der Prozess vor dem Amtsgericht in Gießen. 

Gießen: Bewaffneter Einbruch - Mann nutzt ungewöhnliches Werkzeug

Der Vorfall ereignete sich laut Anklageschrift in der Nacht zum 28. September 2018. Demnach habe der Ostafrikaner zunächst die Glasscheibe zur Wohnung in Gießen zerstört. Dafür soll er ein pinkes Deko-Schaf benutzt haben, dass sich zu dem Zeitpunkt des Einbruchs auf dem Balkon des Ehepaares befand. Außerdem sei der Mann mit einem großem Küchenmesser bewaffnet gewesen. In der Wohnung habe er sich dann ein weiteres Messer besorgt und sei im Anschluss auf das Ehepaar gestoßen, dass durch den lauten Knall der zersplitternden Glasscheibe aufgewacht war.

Lesen Sie auch Mann im Auto unterwegs - plötzlich taucht aggressiver VW-Golf-Fahrer auf

Nach dem Zusammentreffen sei der Einbrecher ins Badezimmer geflüchtet, die Bewohner alarmierten die Polizei. Die daraufhin eintreffenden Gießener Beamten hätte zunächst versucht, den Mann durch gutes Zureden zum Verlassen des Badezimmers zu bewegen - ohne Erfolg. Anschließend hätten sie Pfefferspray durch das Schlüsselloch zum Badezimmer gesprüht. Doch anstatt herauszukommen, habe der Mann die Tür nur einen Spalt breit geöffnet und mit seinem Messer nach den Sicherheitskräften geschlagen. Die Beamten hätten daraufhin die Badezimmertür eingetreten, den Mann überwältigen können. 

Gießen: Einbrecher zeigt wirres Verhalten - skurrile Erklärung vor Gericht 

Laut der Staatsanwaltschaft Gießen sei der sichtlich verwirrte und unter Stimmungsschwankungen leidende Mann unter Gegenwehr zunächst in eine Gewahrsamszelle und anschließend in eine psychiatrische Anstalt gebracht worden. Dank der Schutzausrüstung der Polizei sei kein Beamter vom Messer des Einbrechers verletzt worden, allerdings habe er einen Polizisten in den Finger gebissen. Vor Gericht sagte der Angeklagte aus, dass er sich während des Einbruchs auf der Flucht vor seinem Nachbar befunden hätte. Dieser hätte ihn umbringen wollen. Außerdem habe er gedacht, dass das Personal der Psychiatrie vom selben Nachbarn angeheuert worden war, um ihn zu töten. Währenddessen hätten Stimmen in seinem Kopf mit ihm gesprochen. Die Existenz des vom Ostafrikaner erwähnten Nachbars bleibt zweifelhaft. 

Stattdessen scheint es wahrscheinlicher, dass der Mann unter paranoider Schizophrenie leidet. Ein Arzt beschrieb den Mann nach seiner Festnahme in Gießen als „stark verängstigt“, der davon gesprochen habe, getötet zu werden. Einem Gutachten zufolge hatte der Mann vor seiner Tat außerdem Cannabis konsumiert. Vom Gerichtsprozess berichtete die Gießener Allgemeine.

In Gießen machen gerade zwei weitere Fälle von sich reden. Während der Faschings-Zeit ist es wohl zu einer mutmaßlichen Vergewaltigung gekommen. Aktuell fahndet die Polizei mit einer Beschreibung nach dem Täter. Außerdem wird ein Fall aus der mittelhessischen Metropole bei Aktenzeichen XY neu aufgerollt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare