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Gleichberechtigung im Verkehr: Katharina Fegebank will Dummies gendern

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Katharina Fegebank
Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen) will auch in der Verkehrssicherheit Gleichberechtigung der Geschlechter sehen. © Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild

Hamburgs zweite Bürgermeisterin fordert geschlechtsneutrale Mobilität. In Zukunft sollen Crash-Tests auch mit weiblichen Dummies durchgeführt werden.

Hamburg - Das Thema „Gendern“ ist in der Gesellschaft schon länger ein großes Thema, doch der neu eingeführte Doppelpunkt in Berufsbezeichnungen scheint nicht allen zu genügen. Katharina Fegebank, Vize-Bürgermeisterin in Hamburg und Grünen-Politikerin, will noch einen Schritt weitergehen. Nun sollen auch Crash-Test-Dummies gegendert werden.
Warum Frauen beim Thema Verkehrssicherheit tatsächlich benachteiligt sind, verrät *24hamburg.de hier.

Frauen fahren im Durchschnitt am Tag nur 14 Kilometer mit dem Auto, während Männer durchschnittlich eine Strecke von 29 Kilometern zurücklegen. Dennoch ist etwa die Hälfte aller Verkehrsunfall-Verletzen weiblich. Der Grund: Die Autos werden mit „männlichen“ Crash-Test-Dummies getestet, die eine Größe von 1,75 m und ein Gewicht von 78 Kilo haben. Für kleine und leichtere Frauen, die etwa den Sitz nach vorn schieben müssen, um die Pedale zu erreichen, sind die Autos nicht so sicher wie für den Durchschnitts-Mann, nach dem sich der Dummy richtet.

Katharina Fegebank will, dass das geändert wird. Weibliche Crash-Test-Dummies sollen in Hamburg eingeführt werden, um für eine „genderneutrale Mobilität“ zu sorgen. Laut Fegebank müsse die Automobilherstellung und die Unfallforschung sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen, Männern, Alten und Jungen und Menschen mit Behinderung anpassen. Zum „Prototyp Mann“ will sie ganz schnell Ergänzungen sehen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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