Lokführer mit Schock im Krankenhaus

Drei Tote bei „tragischem“ Zugunglück an Bahnübergang - Sicherheitsmaßnahmen waren schon in Planung

Bei einem Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Ortschaft Dingden, die zur Stadt Hamminkeln gehört, sind drei Insassen eines Autos gestorben
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Bei einem Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Ortschaft Dingden, die zur Stadt Hamminkeln gehört, sind drei Insassen eines Autos gestorben

Bei einem Unglück auf einem Bahnübergang sind am Freitagnachmittag drei Menschen getötet worden. Ein Zug hatte ein Auto gerammt.

  • Im nordrhein-westfälischen Hamminkeln ist es zu einem tragischen Unglück gekommen.
  • Ein Zug erfasste ein Auto an einem Bahnübergang und schleifte es 70 Meter mit.
  • Drei Menschen starben.

Update vom 25. April, 16.47 Uhr: Für Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) ist der tödliche Unfall „besonders tragisch“, weil man mit der Bahn bereits in Gesprächen zu einer Beschrankung des Übergangs sei. Noch ist der dieser nur mit sogenannten Andreaskreuzen gesichert.

Laut Romanski wurden andere Übergänge an der Strecke bereits mit Schranken versehen. Bei dem Übergang, an dem nun der Unfall passierte, habe vor einigen Jahren die komplette Schließung zur Debatte gestanden. Man habe sich damals nach Rücksprache unter anderem mit der Feuerwehr dagegen entschieden. Da jetzt die Elektrifizierung der Gleise geplant sei, strebe man aber ohnehin die Sicherung aller Übergänge an der Strecke Hamminkeln-Bocholt mit Schranken an.

Drei Tote bei Zugunglück an Bahnübergang: Auto gerammt und 70 Meter mitgeschleift 

Update vom 24. April, 21.08 Uhr: Die örtliche Polizei hat am Abend Details zu den Opfern des tragischen Unglücks in Hamminkeln veröffentlicht. Demnach seien alle drei verstorbenen Personen Senioren gewesen.

Neben dem 81-jährigen Fahrer seien auch eine 75-jährige sowie eine 77-jährige Frau ums Leben gekommen. Über den Beziehungsgrad der drei Menschen machte die Polizei keine Angaben, erklärte jedoch, dass alle drei

aus Voerde

kamen. Die Stadt liegt rund 15 Kilometer vom Unfallort entfernt. 

In Bielefeld ereignete sich nun auch ein tragisches Zug-Unglück: Eine Regionalbahn erfasste ein eineinhalb-jähriges Mädchen.

Drei Tote bei Zugunglück an Bahnübergang: Auto gerammt und 70 Meter mitgeschleift 

Erstmeldung vom 24. April 2020:

Hamminkeln - Bei einem Unglück auf einem Bahnübergang im nordrhein-westfälischen Hamminkeln sind am Freitagnachmittag drei Insassen eines Autos getötet worden. Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, hatte ein Zug das Auto auf dem Bahnübergang gerammt und bis zu 70 Meter weit mitgeschleift.

Drei Tote bei Zugunglück an Bahnübergang: Zug kollidiert mit Mercedes

Gegen 14.20 Uhr prallten der Regionalexpress 19a und der Mercedes zusammen. Beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehr an der Unglücksstelle waren demnach bereits zwei Autoinsassen ihren schweren Verletzungen erlegen. Der dritte starb wenig später am Unfallort. Beim Fahrer des Wagens soll es sich um einen 81-Jährigen aus dem rund 15 Kilometer entfernten Voerde halten.

Drei Tote bei Zugunglück in Hamminkeln: „Fahrer fuhr aus bislang ungeklärter Ursache auf die Schienen“

Darüber, wie es zu dem tragischen Unglück kommen konnte, kann bislang nur spekuliert werden. Ein Polizeisprecher sagte zu bild.de: „Trotz des herannahenden Zuges fuhr der Fahrer aus bislang ungeklärter Ursache auf die Schienen, wurde dort von dem Zug erfasst.“ Der Lokführer hatte noch eine Notbremsung eingeleitet.

In dem Regionalexpress hätten sich nach aktuellem Stand nur wenige Passagiere befunden. Drei der 19 Zugpassagiere wurden nach Angaben der Feuerwehr leicht verletzt. Der Lokführer kam mit einem Schock ins Krankenhaus.

Tödlich endete auch eine Familien-Tragödie im nordrhein-westfälischen Dormagen - ein Mann tötete seinen Vater und wurde von einem Polizisten erschossen.

Ebenfalls in NRW ist eine Polizeikontrolle eskaliert. Ein Beamter wurde durch Schüsse schwer verletzt.

In Bielefeld in NRW war wegen der Corona-Krise eine tödliche Messer-Attacke erst möglich.

as/afp

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