Berg Mottarone

Seilbahn-Unglück in Italien: Überlebender Junge erlangt Bewusstsein wieder

Die Gondel einer Seilbahn beim Lago Maggiore stürzt in die Tiefe, 14 Menschen sterben. Der einzige Überlebende ist nun wieder bei Bewusstsein.

Update vom Freitag, 28.05.2021, 09.37 Uhr: Nach dem Seilbahnabsturz in Norditalien mit 14 Todesopfern geht es dem israelischen Jungen, der als Einziger überlebte, etwas besser. Der Fünfjährige sei auf der Intensivstation inzwischen „wach und bei Bewusstsein“, teilte das Kinderkrankenhaus in Turin mit, wo er behandelt wird. Der kleine Eitan habe auch mit seiner Tante gesprochen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Die Eltern sowie der Bruder des Jungen hatten den Seilbahnabsturz in der norditalienischen Region Piemont nicht überlebt. Er selbst wurde schwer verletzt. Aus klinischer Sicht sei sein Zustand weiterhin ernst, hieß es weiter. Der Junge könnte aber in den kommenden Tagen die Intensivstation verlassen.

Seilbahn-Absturz in Italien: Chef und Mitarbeitende festgenommen

Die Seilbahn war am Pfingstsonntag auf dem Weg von Stresa am Lago Maggiore hinauf zum Monte Mottarone verunglückt. Nach bisherigem Ermittlungsstand riss kurz vor der Ankunft an der gut 1300 Meter über dem Meer gelegenen Bergstation aus bisher unbekannter Ursache das Zugseil. In dem Fall hätte eine Notbremse greifen müssen, was nicht geschah. Die Gondel raste mit hoher Geschwindigkeit in die Tiefe, überschlug sich und zerschellte schließlich.

Nach dem Seilbahnabsturz in Norditalien mit 14 Todesopfern geht es dem israelischen Jungen, der als Einziger überlebte, etwas besser.

Tödlicher Seilbahn-Absturz in Italien – Verdächtige gestehen Manipulation

+++ 11.20 Uhr: Laut mehreren italienischen Medien haben alle drei Festgenommenen Geständnisse abgelegt, die Seilbahn manipuliert zu haben. „Sie haben gestanden, dass sie die Notbremse manipuliert haben“, zitiert der italienische Sender RAI 3 einen Ermittler. Und weiter: „Es gab Störungen in der Seilbahn. Die Wartung wurde eingeschaltet, sie hat das Problem nicht oder nur teilweise gelöst. Um weitere Betriebsunterbrechungen zu vermeiden, entschied man sich, die ‚Gabel‘ an Ort und Stelle zu belassen, wodurch die Notbremse nicht funktionieren kann.“

Seilbahn-Absturz in Italien: Drei Mitarbeiter festgenommen

Update vom Mittwoch, 26.05.2021, 08.45 Uhr: Nach dem Absturz der Seilbahn in Italien hat die Polizei drei Mitarbeiter der Betreiberfirma festgenommen, darunter auch ein Manager. Laut Angaben der Ermittler sei festgestellt worden, dass das Sicherheitsbremssystem der Seilbahn „manipuliert“ worden sei. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Behörden.

Die Manipulation sei geschehen, um Verspätungen des Seilbahnbetriebs zu vermeiden, betonte Olimpia Bossi, ermittelnde Staatsanwältin. Am Dienstag (25.05.2021) hatte die Staatsanwaltschaft ein Video der Überwachungskamera beschlagnahmt, welches den Unfall zeigt. Darauf sei zu sehen gewesen, wie plötzlich ein Seil riss und die Kabine der Gondel talwärts stürzte, hieß es. Von 15 Insassen starben 14 Menschen. Lediglich ein fünfjähriger Junge überlebte den Unfall.

Bei einem Seilbahn-Unglück in Italien sind 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch ein Kind.

+++ 12.50 Uhr: Einen Tag nach dem Seilbahnunglück haben sich der italienische Infrastrukturminister Enrico Giovannini und der Leiter der Zivilschutzbehörde am Unglücksort Stresa zusammengesetzt. Die Regierung wolle die Ursachen und das, was geschehen ist, verstehen, sagte Giovannini vor Medien am Montag im norditalienischen Piemont. Es würde aufgeklärt, warum die Gondel, die zwischen Stresa und dem Monte Mottarone fuhr, abgestürzt ist. Eine Kommission unterstütze die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft in Verbania. Medienberichten zufolge ermittelt diese wegen fahrlässiger Tötung.

Seilbahn-Absturz in Italien: Fünf israelische Staatsbürger:innen gestorben

+++ 07:48 Uhr: Beim Absturz der Seilbahn in Norditalien sind auch fünf israelische Staatsbürger ums Leben gekommen. Dies hat das israelische Außenministerium bestätigt. Es handele sich um Mitglieder einer Familie, teilte das Außenministerium in Jerusalem am Montag mit. Getötet wurden bei dem Unglück demnach ein Ehepaar und ihr zweijähriger Sohn, die in Italien lebten und arbeiteten. Ein fünfjähriger Sohn des Paares sei schwer verletzt worden und werde in einem Krankenhaus behandelt. Gestorben seien bei dem Absturz zudem die Großeltern der Frau, die zu Besuch in Italien waren.  

Update vom Montag, 24.05.2021, 05:44 Uhr: Nach dem tödlichen Absturz einer Seilbahn in Norditalien geht die Suche nach der Unglücksursache weiter. Die Staatsanwaltschaft der Gemeinde Verbania in der Region Piemont übernahm die Ermittlungen. Die Gondel mit den Ausflüglern war am Sonntag beim Ort Stresa westlich des Lago Maggiore aus zunächst ungeklärter Ursache in die Tiefe gestürzt. 14 Menschen verloren dabei ihr Leben, wie die Bergretter mitgeteilt hatten. Die Bürgermeisterin von Stresa sprach im Fernsehsender Rainews 24 von Kindern unter den Todesopfern. 

Retter arbeiten am Wrack einer Gondel, die in der Nähe des Gipfels der Stresa-Mottarone-Linie in der Region Piemont, Norditalien, abstürzt war.

Seilbahn-Absturz in Italien: 14 Menschen sterben – Kind unter den Todesopfern

+++ 21.26 Uhr: Trauriger Pfingstsonntag in Italien: Bei einem Seilbahn-Absturz am Lago Maggiore im Norden des Landes hat sich die Anzahl der Todesopfer auf 14 erhöht. Unter ihnen war auch ein neunjähriges Kind, das Stunden nach dem Unglück im Krankenhaus von Turin seinen schweren Verletzungen erlag, wie der Rettungsdienst am Abend mitteilte. Ein weiteres Kind wurde demnach noch im Krankenhaus behandelt. Die Seilbahn-Kabine mit ihren 15 Insassen war auf der Strecke zum Berg Mottarone abgestürzt. Medienberichten zufolge waren unter den Opfern auch Deutsche.

Seilbahn-Absturz in Italien: Unter den Opfern laut Medien auch Deutsche.

+++ 18.04 Uhr: Laut Medienberichten sollen unter den Opfern auch deutsche Tourist:innen sein. Die Seilbahn-Kabine mit ihren 15 Insassen war am Mittag auf der Strecke zum Berg Mottarone abgestürzt. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des Infrastrukturministeriums gegen 12.30 Uhr rund hundert Meter vor der Bergstation der Seilbahn. Als Ursache vermutete es einen Kabelriss im obersten Bereich der Strecke. Eine Überlastung der Kabine scheint ausgeschlossen, da sie bis zu 35 Passagiere aufnehmen kann. Minister Enrico Giovannini kündigte die Einsetzung einer Untersuchungskommission an.

+++ 17.27 Uhr: Bei dem Absturz der Gondel am norditalienischen Lago Maggiore haben 13 Menschen am Sonntag ihr Leben verloren. Zwei Kinder wurden der Bergwacht zufolge mit Rettungshubschraubern in eine Klinik in Turin im Piemont geflogen. Ihr Zustand sei kritisch, hieß es noch am Nachmittag.

Warum die Gondel abstürzte war zunächst unklar und wird untersucht. Bilder der Feuerwehr und der Polizei zeigten die völlig zerbeulte Kabine an einem steilen Hang in einem Waldstück. Das Gebiet sei schwer zugänglich gewesen, hieß es von den Rettern. Agenturberichten zufolge lag die Absturzstelle unweit der Bergstation.

Seilbahnunglück in Italien: Zahl der Toodesopfer steigt

+++ 16.24 Uhr: Die Zahl der Todesopfer bei dem Seilbahnunglück in Norditalien ist auf zwölf gestiegen. Das teilte die Bergrettung am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mit.

+++ 16.06 Uhr: Neun Menschen sind nach Angaben von Rettungskräften bei einem Seilbahnunglück in Norditalien ums Leben gekommen. Wie es zu dem Absturz kam, ist weiterhin unklar. Medienberichten zufolge stürzte die Gondel unweit der Station ab. Laut der Nachrichtenagentur Ansa war die Seilbahn von 2014 bis 2016 überholt worden.

Liguriens Regionalpräsident Giovanni Toti drückte den Menschen im Piemont sein Beileid aus. Die Tragödie versetze einen in Trauer - an einem Sonntag, der eigentlich für die Hoffnung stehen sollte, schrieb EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni auf Twitter. Der Parteichef der rechten Partei Lega, Matteo Salvini, schrieb, es gebe keine Worte dafür.

Die Gegend um den Lago Maggiore ist bei Urlaubern beliebt. Erst seit Samstag dürfen in Italien die Seilbahnen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Das hatte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi in Zuge von Lockerungen der Corona-Beschränkungen kürzlich beschlossen.

Italien: Tote bei Seilbahn-Unglück

+++ 14.47 Uhr:  Beim Absturz einer Seilbahn am Lago Maggiore in Italien sind am Sonntag acht Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen seien schwer verletzt ins Kinderkrankenhaus nach Turin gebracht worden, bestätigte nun ein Sprecher der Rettungskräfte. Insgesamt befanden sich elf Menschen in der Seilbahn-Kabine, als diese auf der Strecke zum Berg Mottarone abstürzte.

Die Gondel der Seilbahn stürzte in einem Waldstück ab.

Die bei Touristen beliebte Seilbahn verbindet in 20 Minuten den am Lago Maggiore gelegenen Urlaubsort Stresa mit dem fast 1.500 Meter hohen Berg, der einen spektakulären Blick auf die Alpen bietet. Das Unglück ereignete sich rund 300 Meter vor dem Gipfel. Der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge wurde der Absturz der Kabine vermutlich durch einen Kabelriss im obersten Bereich der Strecke verursacht.

Erstmeldung vom Sonntag, 23.05.2021, 14.21 Uhr: Stresa – In Italien hat sich am Sonntagmittag (23.05.2021) ein schweres Unglück ereignet. Nahe des Lago Maggiore ist ersten Medienberichten zufolge eine Seilbahngondel mit mindestens elf Insassen abgestürzt. Das teilte die örtliche Bergrettung mit. Wie Fotoaufnahmen vom Unfallort zeigen, ereignete sich das Unglück in einem Waldstück.

Wie die Nachrichtenagentur AFP vermeldet, sind dabei mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Wie die italienische Zeitung La Stampa berichtet, wurden zwei Kinder in ein Krankenhaus gebracht.

Die Ursache des Unglücks ist bislang unklar. Die Seilbahn hatte laut Medienberichten erst wieder am 24. April geöffnet. Mehr in Kürze. (tu/sot/acg mit afp und dpa)

Rubriklistenbild: © Vigili del Fuoco/dpa

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